Ein Starkregen löste eine Sturzflut aus, die den Rückweg blockierte. Drei der Männer konnten sich zunächst selbst befreien und Alarm schlagen.
Taucher finden fünf Überlebende rund 300 Meter tief im System. Am 27. Mai lokalisierten Rettungstaucher die verbliebenen fünf Männer in einer Kammer etwa 300 Meter vom Höhleneingang entfernt. Am 29. Mai wurde der erste Eingeschlossene evakuiert; die vier übrigen verließen die Höhle am 30. Mai aus eigener Kraft, nachdem der Wasserstand gesunken war und Taucher sie zuvor mit Nahrung versorgt hatten 2.
Gerettete im Krankenhaus — stabil, aber gezeichnet. Die fünf Männer wurden in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben; sie litten unter Erschöpfung, Hunger sowie Haut- und Darmproblemen 1.
Tham-Luang-Veteranen im Einsatz. An der Rettung beteiligt sind Teams aus Laos, Thailand, Australien, Finnland, Frankreich, Indonesien, Japan und Malaysia, koordiniert durch das nationale Rettungszentrum von Laos. Unter den Einsatzkräften befinden sich der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und der Thailänder Norrased Palasing, die bereits 2018 bei der Tham-Luang-Rettung in Thailand mitwirkten. Der australische Taucher Josh Richards beschrieb die Sichtverhältnisse als „Tauchen in Kaffee" 4.
Passagen von 60 Zentimetern Breite, Monsun und Schwefelwasserstoff. Die Höhle stellt die Retter vor extreme Herausforderungen: Teilweise nur 60 cm breite Gänge erzwingen kriechendes oder tauchendes Vorrücken, die Sicht liegt bei null, instabile Strukturen und Schwefelwasserstoff-Ansammlungen erhöhen das Risiko. Anhaltende Monsunregenfälle treiben den Wasserstand wiederholt nach oben 4.
Neuer Zugang entdeckt — ungewöhnliche Geräusche registriert. Ein bislang unbekannter Zugang zum Höhlensystem wurde gefunden, der möglicherweise zu den tieferen Bereichen führt, in denen die zwei Vermissten vermutet werden. Aus der Tiefe dieses Zugangs wurden ungewöhnliche Geräusche vernommen — ob sie von den Vermissten stammen, ist nicht bestätigt. Die Suche konzentriert sich auf einen Bereich, der durch eine enge, überschwemmte Passage vom Aufenthaltsort der geretteten Fünf abgeschnitten ist.
Ob die beiden Männer noch leben und ob der neue Zugang eine Rettung ermöglicht, bleibt offen. Die Aussagen der fünf Geretteten fließen in die Planung der weiteren Suche ein.
- VOL.AT, 31. Mai 2026: „Höhlenrettung in Laos: Gerettete helfen bei Suche"
- AP News, 29. Mai 2026: „Rescuers evacuate the first of 5 villagers found trapped in a cave in Laos; 2 still missing"
- Divernet, 30. Mai 2026: „5 miners rescued from Laos cave after 'trust-me dive' comes off"
- SBS News, 29. Mai 2026: „'Like diving in coffee': The toughest challenges facing the Laos cave rescue"
- Kurier, 28. Mai 2026: „Höhle in Laos: Fünf Goldsucher entdeckt – Bergungsarbeiten laufen"
- FAZ, 1. Juni 2026: „Höhlenunglück in Laos: Retter entdecken neuen Zugang"
