Das offizielle Turnierlied „Dai Dai" stammt von Shakira und Burna Boy; Shakira tritt auch live in Mexiko auf, begleitet von Alejandro Fernández, Maná, Los Ángeles Azules und weiteren Acts. Die FIFA beschreibt das Konzept als „gemeinsamen Puls", der die kulturelle Identität jedes Gastgeberlands spiegeln soll.

Schiedsrichter aus Somalia abgewiesen. Omar Artan, der als erster somalischer Schiedsrichter bei einer WM zum Einsatz kommen sollte, wurde am Flughafen Miami von US-Behörden abgewiesen. Die Begründung: „Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung" und „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen". Artan bestreitet die Vorwürfe und erklärt, er habe ein gültiges Visum und alle notwendigen Unterlagen besessen. Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von verschärften US-Einreisebestimmungen betroffen sind. Die FIFA bestätigte Artans Ausschluss; da er das Vorbereitungscamp verpasst hatte, werde sich sein Status nicht mehr ändern. Auch Fans aus Senegal, Iran, Haiti und der Elfenbeinküste sind von US-Einreisebeschränkungen de facto ausgeschlossen. Kritiker wie die Antikorruptionsorganisation und Amnesty International stellen die Eignung der USA als WM-Gastgeber unter diesen Bedingungen in Frage.

Mexiko: 133.000 Vermisste, 100.000 Sicherheitskräfte. In den drei mexikanischen Austragungsstädten Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey werden 13 der 104 Turnierspiele ausgetragen. Die mexikanische Regierung hat über 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte mobilisiert. Zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko und Amnesty International, verweisen auf mehr als 133.000 registrierte Vermisste im Land sowie auf Wohnraumknappheit durch touristische Kurzzeitvermietungen – in Mexiko-Stadt werden laut Berichten alle 48 Stunden drei Wohnungen dem regulären Mietmarkt entzogen. Angehörige von Verschwundenen nutzen das Turnier als öffentliche Plattform.

Hitze als strukturelles Risiko. Das UN-Klimasekretariat und mehrere Forschungsinstitute warnen vor gefährlichen Hitzebedingungen: In 14 der 16 Austragungsstädte werden Feuchtkugeltemperaturen (WBGT) über 28 Grad Celsius erwartet; in Monterrey wurden bereits 41 Grad gemessen. Wissenschaftler prognostizieren, dass rund jedes vierte Spiel unter potenziell gesundheitsgefährdenden Bedingungen stattfinden wird. Die FIFA hat Trinkpausen von drei Minuten pro Halbzeit, abendliche Anstoßzeiten und klimatisierte Bänke für Ersatzspieler angekündigt. Eigene Wasserflaschen bleiben aus Sicherheitsgründen in den Stadien verboten. Die Spielergewerkschaft FIFPRO fordert ab bestimmten WBGT-Schwellenwerten Spielverschiebungen; die Wirksamkeit der FIFA-Maßnahmen bleibt unter Fachleuten strittig.

Neuer Modus: 48 Teams, 104 Spiele, ein Sechzehntelfinale. Das Turnier wird erstmals mit 48 statt 32 Mannschaften ausgetragen, verteilt auf zwölf statt acht Vierergruppen. Die K.o.-Phase beginnt mit einem Sechzehntelfinale (Round of 32); der Weltmeister bestreitet acht statt bisher sieben Partien. Zu den neuen Regelungen zählen zudem eine Fünf-Sekunden-Regel für Einwürfe und Abstöße sowie die Löschung gelber Karten vor der K.o.-Runde. Als Favoriten werden von Experten und Wettanbietern Spanien, England und Frankreich geführt, dahinter Titelverteidiger Argentinien, Brasilien und Deutschland. Das Finale findet am 19. Juli 2026 im Stadion in East Rutherford, New Jersey, statt.