Charakteristisch sind lange, dünne Stiele mit kleinen Röschen; der gesamte Stängelkopf ist essbar, ein Schälen entfällt. Im Handel tritt es unter den eingetragenen Markennamen Bimi®, Broccolini® und Tenderstem® auf, daneben als generische Bezeichnung Spargelbrokkoli.

Geschmack und Textur. Bimi schmeckt milder und süßlicher als Kopfbrokkoli; Verkoster beschreiben eine nussige Note, die an grünen Spargel erinnert. Die typisch kohligen Bitterstoffe treten deutlich zurück. Stiel und Röschen haben eine knackige Textur, die auch nach kurzem Garen erhalten bleibt.

Nährwerte. Pro 100 Gramm liefert Bimi rund 35 Kilokalorien, etwa 3,8 Gramm Protein, 3,3 Gramm Ballaststoffe sowie rund 50 Milligramm Vitamin C – ein Wert, der den von Orangen übersteigt. Hinzu kommen Folsäure, Kalium und Glucosinolate; diesen sekundären Pflanzenstoffen werden in der Forschung antioxidative und potenziell krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben, wenngleich die genauen Wirkmechanismen im menschlichen Körper noch untersucht werden.

Zubereitung. Wenige Minuten Garzeit genügen: Dämpfen oder Anbraten dauern in der Regel zwei bis fünf Minuten; beides erhält die Nährstoffe besser als langes Kochen in Wasser. Bimi lässt sich außerdem roh in Salaten oder Smoothies verwenden sowie grillen und im Wok zubereiten. Die vollständige Verwertbarkeit – vom Stiel bis zur Spitze – reduziert den Küchenabfall.

Verfügbarkeit und Preis. Der Großteil der in Deutschland angebotenen Ware stammt aus Spanien, Portugal, Kenia und Großbritannien; seit 2021 wird Bimi auch in der Pfalz angebaut. Der Preis liegt laut Marktbeobachtung bis zu viermal höher als der für konventionellen Brokkoli – ein Faktor, der die Alltagsnachfrage bremst.

Gastronomie. Profiköche schätzen Bimi nach Angaben des Vermarkters bimibrokkoli.de wegen seiner Optik, der kurzen Zubereitungszeit und seiner Eignung für Gerichte asiatischer wie westlicher Küchenstile.

Dieser Überblick stützt sich auf eine schmale Quellenbasis, da ein wesentlicher Teil der verfügbaren Informationen von Herstellern und Vermarktungsseiten des Produkts stammt; unabhängige ernährungswissenschaftliche Vergleichsstudien sind in der Recherche nicht vorgelegen.