Zwei Wochen nach Feldende dieser Erhebung bleibt die Lage in Sachsen-Anhalt unverändert zugespitzt. INSA hat im Auftrag von NIUS zwischen dem 23. und 30. Juni 2026 insgesamt 1.000 Wahlberechtigte befragt; die maximale Fehlertoleranz liegt bei ±3,1 Prozentpunkten.

Die AfD kommt auf 41 Prozent, die CDU auf 23 Prozent, die Linke auf 13 Prozent. SPD (6 %), BSW (5 %), FDP (4 %) und Grüne (4 %) folgen. Sonstige Parteien erreichen zusammen 4 Prozent.

Bewegung. Im Vergleich zur vorigen INSA-Erhebung vom 13. Mai 2026 verlieren AfD und CDU je einen Prozentpunkt, Die Linke, SPD und Grüne bleiben stabil. Das BSW legt einen Punkt zu, die FDP ebenfalls. Beide Verschiebungen liegen innerhalb der Fehlermarge und sind statistisch nicht gesichert.

Rechnerische Einordnung. Überspringen FDP und Grüne die Fünf-Prozent-Hürde nicht, zählen nur vier Fraktionen: AfD, CDU, Linke und BSW. Eine absolute Mehrheit läge dann bei rund 45 Prozent der verteilten Mandate. Die AfD allein käme auf knapp 57 Prozent der Sitze — eine Alleinregierung wäre rechnerisch möglich, politisch aber ausgeschlossen, weil keine Partei mit ihr koalieren will. CDU, Linke und SPD kämen gemeinsam auf 42 Prozent der Stimmen; mit BSW wären es 47 Prozent — eine knappe Mehrheit wäre rechnerisch erreichbar. Ohne BSW fehlt ihr ein Puffer. Alle Zahlenverhältnisse gelten unter der Annahme, dass Überhang- und Ausgleichsmandate die Grundverteilung nicht grundlegend verschieben; das Wahlrecht Sachsen-Anhalts lässt dies zu. Dies sind Modellrechnungen auf Basis von Umfragewerten — keine Prognose des Wahlergebnisses.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist für den 6. September 2026 angesetzt.

Methodenzeile: Institut: INSA · Auftraggeber: NIUS · Feldzeit: 23.06.–30.06.2026 · Fallzahl: 1.000 · Fehlertoleranz: ±3,1 Prozentpunkte (bei 50 % Anteilswert, 95 % Konfidenzniveau).