Ab Dienstag, dem 2. Juni, ziehen von Westen kräftige Gewitter auf, die lokal bis zu 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde bringen können — vereinzelt 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter —, dazu kleinkörnigen Hagel und Böen bis 85 km/h. Gleichzeitig erreichen die Temperaturen in Teilen Nordrhein-Westfalens bis 31 Grad Celsius, am Oberrhein bis 34 Grad. Die Prognosen widersprechen sich teils erheblich: Einige Modelle sehen stabilen Hochdruckeinfluss, andere ein Tiefdrucksystem mit kühleren Temperaturen und anhaltendem Regen. Für Polen werden am 1. Juni rund 26 Grad bei einem Mix aus Sonne und Wolken erwartet; detaillierte Unwetterwarnungen für das Pfingstwochenende liegen dort bisher nicht vor.
Hantavirus auf der „Hondius": Drei Tote, 150 Passagiere betroffen
Auf dem Antarktis-Expeditionsschiff „Hondius" des Betreibers Oceanwide Expeditions starben im April 2026 drei Passagiere am Andes-Hantavirus — darunter eine 78-jährige deutsche Passagierin. Die WHO meldete bis zum 13. Mai 2026 acht bestätigte Fälle, drei Verdachtsfälle und drei Todesfälle unter den rund 150 Passagieren aus 23 Ländern. Das Andes-Virus ist die einzige Hantavirus-Spezies, die sich von Mensch zu Mensch übertragen kann. Die genaue Infektionsquelle an Bord ist ungeklärt; Behörden vermuten eine Ansteckung an Land vor dem Einschiffen. Die Passagiere wurden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Bord geholt und in ihre Heimatländer zurückgeführt, wo sie Quarantänemaßnahmen durchlaufen. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stuft das Risiko für die EU-Bevölkerung als „sehr gering" ein, das Robert Koch-Institut (RKI) stellt Handreichungen zu Quarantäne und Hygiene bereit. Laut Spiegel plant Oceanwide Expeditions, die „Hondius" wieder mit Passagieren in See stechen zu lassen.
Ebola im Kongo: 282 bestätigte Fälle, WHO ruft Gesundheitsnotstand aus
Der seit Mitte Mai 2026 in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo grassierende Ebola-Ausbruch hat bis zum 31. Mai 282 bestätigte Fälle erreicht, darunter 42 bestätigte Todesfälle, bei über 900 Verdachtsfällen insgesamt und mehr als 200 Toten. Verursacher ist der seltene Bundibugyo-Ebolavirus-Stamm, für den weder ein zugelassener Impfstoff noch eine etablierte Behandlung existiert; die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 bis 50 Prozent. Betroffen sind neben Ituri auch Nord-Kivu und Süd-Kivu. Im Nachbarland Uganda wurden bis Ende Mai sieben bestätigte Fälle gemeldet. Die WHO stuft das nationale Risiko im Kongo als „sehr hoch", das regionale als „hoch" und das weltweite als „niedrig" ein und hat die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bewaffnete Konflikte, Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber medizinischen Maßnahmen und logistische Engpässe erschweren die Eindämmung. Ärzte ohne Grenzen und das Internationale Rote Kreuz bauen vor Ort Infrastruktur auf. Das ECDC hat den Ausbruch als internationalen Gesundheitsnotstand eingestuft.
Dieser Überblick stützt sich auf eine schmale Quellenbasis.
