Unter den betroffenen Staaten sind fünf WM-Teilnehmer: Algerien, Kap Verde, Senegal, die Elfenbeinküste und Tunesien. Die FIFA hat eine Ausnahmeregelung für Ticketinhaber erwirkt und bietet über das „FIFA PASS"-System priorisierte Interview-Termine bei US-Konsulaten an — die Ausnahme greift jedoch nicht pauschal und ersetzt kein reguläres Visumverfahren 1. Südafrikas Team reiste wegen ausstehender Visa verspätet an; Iran hatte zum Berichtszeitpunkt noch keine Visa für seine Spieler erhalten.
2 — Deutsche Einreise: ESTA statt Visum, aber nicht für alle. Deutsche Staatsbürger benötigen für die USA eine ESTA-Genehmigung (ca. 40 US-Dollar, zwei Jahre gültig, bis zu 90 Tage Aufenthalt), für Kanada eine eTA, für Mexiko bei Kurzaufenthalt kein Visum. Wer allerdings seit Januar 2021 nach Kuba gereist ist oder Bezüge zu Iran, Syrien oder anderen gelisteten Staaten hat, fällt aus dem ESTA-Programm und braucht ein reguläres B1/B2-Visum — eine Hürde, die auch Betreuer und Medienteams treffen kann 5.
3 — Nagelsmann beruft 26-köpfigen Kader mit Neuer-Comeback. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte am 21. Mai seinen WM-Kader. Prominenteste Entscheidung: Manuel Neuer (40) kehrt nach seinem Rücktritt nach der EM 2024 zwischen die Pfosten zurück. Kapitän Joshua Kimmich führt das Team an; Kai Havertz (FC Arsenal) stößt nach dem Champions-League-Finale verspätet in Herzogenaurach dazu. Nicht nominiert wurden unter anderem Karim Adeyemi, Niclas Füllkrug und Robert Andrich 7.
4 — Gruppe E: Curaçao, Elfenbeinküste, Ecuador. Deutschland eröffnet am 14. Juni in Houston gegen Curaçao. Der Spielplan sieht Testspiele gegen Finnland (30. Mai) und die USA (6. Juni, bereits in Nordamerika) vor. Die endgültige FIFA-Kaderliste war bis zum 30. Mai fällig.
5 — Trainingslager Herzogenaurach: NADA-Kontrolle und Familienanspruch. Im Trainingslager auf dem Adidas-Campus gab es eine unangemeldete Dopingkontrolle der Nationalen Anti-Doping-Agentur. Nagelsmanns zentrale Botschaft an die Mannschaft: „Wie eine Familie" agieren und sich ausschließlich auf den nächsten Schritt konzentrieren.
6 — Parallel: Eishockey-WM in der Schweiz endet für Deutschland früh. Bei der Eishockey-WM 2026 in Zürich und Fribourg (15.–31. Mai) schied die DEB-Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis bereits in der Vorrunde aus — die dritte Turnierenttäuschung in Folge. Gegen die USA holte das Team einen Punkt (3:4 n. P.), verlor aber gegen Ungarn und Lettland 10. Die organisatorische Dimension beider Turniere unterscheidet sich erheblich: Zwei Hallen in einer Schweizer Stadt gegenüber elf Stadien in drei Staaten mit je eigenen Einreiseregimen.
Dieser Überblick stützt sich auf eine Quellenbasis, in der einzelne Träger (FIFA, BILD, Joyn) mehrfach vertreten sind.
