3 Beiträge, in denen Santos Cerdán namentlich vorkommt.
53 Millionen Euro Staatshilfe für eine Fluggesellschaft mit vier Flugzeugen und weniger als 0,1 Prozent Marktanteil — der Fall Plus Ultra ist kein Verwaltungsfehler, sondern ein Systemversagen. Er zeigt, wie politische Netzwerke die Schutzschranken der EU-Beihilfenaufsicht unterlaufen, und er wirft eine Frage auf, die weit über Spanien hinausreicht: Sind die europäischen Kontrollmechanismen für Krisengelder so konstruiert, dass sie gerade dann versagen, wenn der Missbrauchsdruck am höchsten ist?
1. Juni 2026
Die Guardia Civil durchsuchte im Mai 2026 die Madrider Parteizentrale der regierenden PSOE wegen mutmaßlicher illegaler Parteifinanzierung — zeitgleich gab die EU-Kommission Ungarns neuer Regierung unter Péter Magyar 16,4 Milliarden Euro frei, die sie Viktor Orbáns Fidesz wegen Korruption und Rechtsstaatsdefiziten gesperrt hatte. Zwei EU-Mitgliedstaaten, zwei Regierungsparteien unter Korruptionsverdacht, zwei grundverschiedene Mechanismen — und die Frage, ob Parteiprogramme, öffentliche Inszenierung und tatsächliches Verwaltungshandeln in irgendeinem der beiden Fälle zusammenpassen.
31. Mai 2026
Gegen sieben Personen aus dem engsten Umfeld von Ministerpräsident Pedro Sánchez laufen Ermittlungen wegen Korruption, Bestechung und Geldwäsche. Die Fälle offenbaren nicht nur ein innerparteiliches Versagen der PSOE, sondern ein strukturelles Defizit der spanischen Korruptionsbekämpfung — das sich im europäischen Vergleich beziffern lässt. --- Am 27. Mai 2026 forderte die spanische Polizei Unterlagen in der Madrider Zentrale der Partido Socialista Obrero Español (PSOE) an — ein operativer Schritt in Ermittlungen gegen den ehemaligen Organisationssekretär Santos Cerdán wegen des Verdachts der Bestechung und der Vergabe staatlicher Aufträge gegen Schmiergelder (WELT, 27.05.2026).
31. Mai 2026