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Christine Wunnicke

4 Beiträge, in denen Christine Wunnicke namentlich vorkommt.

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  1. Kommentar

    Wunnickes Welten: Zwischen Fiktion und Faktenpreis

    Wer Christine Wunnicke gelesen hat, weiß, dass Bücher von 150 Seiten schwerer sein können als Wälzer von 600. Zwei Shortlist-Nominierungen beim Deutschen Buchpreis, der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, jetzt der Georg-Büchner-Preis, dotiert mit 50.000 Euro, Verleihung am 24. Oktober 2026 in Darmstadt: Christine Wunnicke sammelt Auszeichnungen mit derselben Haltung, mit der ihre Figuren durch die Geschichte taumeln — unbeeindruckt, konzentriert, ein wenig abwesend vom Lärm der Umgebung. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat damit einer Autorin den bedeutendsten deutschsprachigen Literaturpreis gegeben, die öffentliche Auftritte meidet und deren Bücher so diskret aufgebaut sind, dass man leicht übersieht, wie viel Sprengstoff in ihnen steckt.

    14. Juli 2026

  2. Kommentar

    Christine Wunnicke: Die Gegenwart im Spiegel der Vergangenheit

    Die Gegenwart bekommt bei Christine Wunnicke, was sie nicht verdient — Klarheit.

    12. Juli 2026

  3. Analyse

    Christine Wunnickes Erzähluniversum: Ein Blick auf die Preisträgerin

    Christine Wunnicke schreibt schmale Bücher über Momente, in denen Wissen versagt. Ihre Figuren — ein japanischer Naturforscher, eine Wachsbildnerin im 18. Jahrhundert, eine indische Fürstin auf Reisen ins Unbekannte — stehen an Schwellen, an denen das Überlieferte aufhört und die Imagination beginnt. Am 9. Juli 2026 zeichnete die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die 1966 in München geborene Autorin mit dem Georg-Büchner-Preis aus — 50.000 Euro, Verleihung am 24. Oktober im Staatstheater Darmstadt. Die Jury sprach von einem „stets überraschenden und souverän konzipierten Erzählwerk".

    12. Juli 2026

  4. Kommentar

    Wunnickes Werk: Warum das Erzählen die Gegenwart neu formt

    Christine Wunnicke schreibt über Anatominnen im Paris des 18. Jahrhunderts, über Neurologen in Nagasaki, über Figuren, die die Wissenschaftsgeschichte vergessen hat. Der Georg-Büchner-Preis, der am 24. Oktober 2026 in Darmstadt vergeben wird, ist die Anerkennung, dass dieses Verfahren keine Flucht in die Vergangenheit ist — sondern deren genaues Gegenteil.

    11. Juli 2026