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Martin Werding

3 Beiträge, in denen Martin Werding namentlich vorkommt.

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  1. Kommentar

    Rente im Spagat: Minijob-Grenze trifft auf Beamten-Privileg

    Die Gleichung läuft vor jedem Rentner täglich durch: 603 Euro im Monat, 43 Stunden Arbeit, fünf Euro mehr Rente nach einem Jahr. Gleichzeitig verlässt jemand nach 40 Dienstjahren den Staatsdienst mit 71,75 Prozent des letzten Bruttogehalts – ohne je einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt zu haben. Beide Summen sind legal, beide sind politisch gewollt. Dass sie nebeneinander existieren, sagt mehr über den deutschen Sozialstaat als jede Rentenkommission je in einem Abschlussbericht formulieren wird.

    19. Juli 2026

  2. Analyse

    Rentenpolitik im Spagat: Beamtenprivileg vs. Minijob-Grenze

    3.416 Euro brutto hier, 1.154 Euro dort — das sind keine Ausreißer, das ist der Durchschnitt.

    16. Juli 2026

  3. Kommentar

    Rente mit 70: Die versteckten Kosten der demografischen Verschiebung

    Die Rentenkommission der Bundesregierung erwägt, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben und das Rentenniveau nach 2031 auf 46 Prozent zu senken — konkrete Vorschläge sollen bis Ende Juni vorliegen. Die Maßnahme soll das Rentensystem stabilisieren, dessen Finanzierungsbasis durch den Austritt der Babyboomer-Jahrgänge aus dem Erwerbsleben erodiert: Bis 2035 steigt die Zahl der über 67-Jährigen von 16 auf mindestens 20 Millionen, der Altenquotient klettert von 31,4 (2020) auf prognostizierte 46,7 im Jahr 2040. Diese These vertritt der Kommentar: Die Rente mit 70 ist keine Lösung des Finanzierungsproblems, sondern eine Verschiebung der Kosten — weg von den Sozialkassen, hin zu den Körpern derjenigen, die sie am wenigsten tragen können, und in die Pflegeversicherung, die ohnehin am Limit operiert.

    31. Mai 2026