6 Beiträge, in denen Katharina Wagner namentlich vorkommt.
Im Jubiläumsjahr 2026 führen die Bayreuther Festspiele erstmals Richard Wagners „Rienzi" auf – die Oper, die Hitler als sein prägendes Erlebnis beschrieb – und schicken den „Ring" durch einen KI-generierten Bilderstrom. Beides sorgt für Schlagzeilen.
29. Juli 2026
Drei Tage nach dem Attentat auf den Berliner CSD fordern die SPD-Vorsitzenden Bas und Klingbeil sowie Generalsekretär Kühnert ein verfassungsrechtlich verankertes Schutzgebot für queere Rechte — ein Signal, das über den Trauermoment hinausweist. Der Iran repariert seine Raketenstellungen schneller, als Bombentrümmer abkühlen, während Oman Teheran einen Konsortiumsmechanismus über die Straße von Hormus angeboten hat — eine diplomatische Wette, deren Ausgang offen ist.
28. Juli 2026
Katharina Wagner hat die 150. Spielzeit mit einer Ansage eröffnet, die man ihr nicht leicht nachmacht: Sie stellte Hitlers angebliche Lieblingsoper auf die Bühne des Festspielhauses, brachte Michel Friedman auf den Grünen Hügel und ließ Gedenkveranstaltungen für verfolgte jüdische Musiker organisieren, die intern offenbar bis zuletzt umstritten waren. Das ist nicht nichts.
28. Juli 2026
Die erste „Rienzi"-Premiere auf dem Grünen Hügel ist ein Dokument der Selbstbespiegelung — präzise arrangiert, historisch unvollständig. Katharina Wagner hat „Rienzi" ins Programm des 150. Jubiläumsjahrs gesetzt — jene Oper, deren Ouvertüre Hitler bei seinen Nürnberger Aufmärschen spielen ließ und die er als Jugendlicher in Wien als seinen politischen Erweckungsmoment beschrieben haben soll .
27. Juli 2026
Der Antisemit Richard Wagner musste Michel Friedman am 26. Juli 2026 zuhören — 150 Jahre nach der ersten Festspielsaison, im Haus, das Wagner für sich bauen ließ, vor einem Publikum, das für ein Ticket bis zu vier Jahren wartet. Friedman nannte Wagner einen „furchtbaren Antisemiten", den Grünen Hügel „Nazigeschichte" und den Judenhass das Thermometer für den Zustand der Demokratie. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte die Rede „historisch". Katharina Wagner zeigte sich erfreut.
26. Juli 2026
Beim 150-jährigen Jubiläum der Festspiele eskaliert die Debatte über Antisemitismus und Aufarbeitung — ausgelöst durch eine Panne, die das eigentliche Problem freilegt.
20. Juli 2026