21 Beiträge, in denen Johann Wadephul namentlich vorkommt.
Markus Söder führt seit März 2018 die Bayerische Staatsregierung und ist seit Januar 2019 CSU-Vorsitzender. Diese Bilanz erfasst den Zeitraum August bis September 2026 — vier Wochen, in denen Söder sowohl in München als auch auf der Bundesbühne sichtbar war, ohne dass eine einzige seiner Initiativen die öffentliche Aufmerksamkeit erreichte, die er ihr gönnte.
25. September 2026
Amerikanische und iranische Unterhändler haben sich am Rande der UN-Vollversammlung in New York zu einem dreistündigen Gespräch getroffen — dem ersten direkten Kontakt dieser Art seit Monaten. Jared Kushner und Steve Witkoff saßen für die US-Seite am Tisch; der iranische Außenminister Abbas Araghchi leitete die Delegation aus Teheran.
23. September 2026
Die Formel lautet: Kushner und Witkoff fliegen nach Moskau, hören Putins Forderungen, fliegen nach Kiew und nennen das Gespräch einen Durchbruch. Der Kreml lehnt ab. Washington nennt es Fortschritt. Kiew nennt es Druck. Am nächsten Morgen sterben Menschen im Donbass.
18. September 2026
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nennt den Drohnenfund vom 5. August 2026 am Flughafen Leipzig/Halle eine „neue Gefahrenqualität". Das stimmt.
15. September 2026
Johann Wadephul ist Parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt und damit eine wichtige Stimme, die Deutschlands Beweislage gegen Russland auf die internationale Bühne tragen könnte. Am 1. September 2026 hat die Bundesregierung Russland offiziell für den Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht — und seither läuft die Uhr.
4. September 2026
Tino Chrupalla ist Co-Bundessprecher der AfD und Co-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion. Diese Bilanz erfasst die dreißig Tage zwischen dem 10. Juni und dem 10. Juli 2026 — einen Zeitraum, der mit dem Bundesparteitag in Erfurt seinen Höhepunkt hatte und Chrupallas Stellung in der Partei schärfer sichtbar werden ließ, als es ihm recht sein dürfte.
1. September 2026
Russland sättigt die ukrainische Luftabwehr mit ballistischen Raketen, während Kiew mit Drohnenschwärmen tausend Kilometer ins russische Hinterland trifft. Beide Seiten überdehnen ihre Rüstungslogistik — und die europäischen Verbündeten stehen vor der Frage, ob ihre Luftverteidigungszusagen mit der neuen Intensität noch Schritt halten.
23. August 2026
Russland feuerte im Juli 2026 mindestens 376 Raketen auf die Ukraine, die Hälfte davon ballistische — so viele wie in keinem Monat zuvor. Am 1. August erreichte eine Welle aus 27 ballistischen Raketen die Ukraine: eine wurde abgefangen. Am 5. August folgten 28 Raketen und 115 Drohnen; 17 Menschen starben, keine einzige ballistische Rakete fiel vor ihrem Ziel.
22. August 2026
Über die Beamten des höheren auswärtigen Dienstes sagt man gern, sie sprächen fünf Sprachen — und vermieden in keiner davon eine klare Aussage.
2. August 2026
Johann Wadephul ist Bundesminister des Auswärtigen und damit der Mann, der Deutschlands Haltung zu einer europäischen Marinepräsenz im Persischen Golf auf EU-Ebene formal einbringen kann. Sein bester nächster Zug: dem Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU binnen einer Woche einen Dringlichkeitsantrag zur Entsendung einer eigenständigen europäischen maritimen Schutzmission für den Persischen Golf und die Straße von Hormus vorlegen.
30. Juli 2026
Deutschland sucht verlässliche Partner jenseits alter Bündnisarchitekturen. Nigeria soll einer sein – als Energielieferant, Absatzmarkt und Stabilitätsanker in einer Region, die sich gerade neu sortiert.
23. Juli 2026
Zum Schutzgeld-Trick im Persischen Golf — und was er wirklich kostet Vierzig deutsche Schiffe lagen Mitte Juli in der Region fest oder konnten die Straße von Hormus nicht passieren. Gleichzeitig ließ Donald Trump über Truth Social mitteilen, er wolle künftig eine Gebühr von 20 Prozent des Frachtwertes von jedem Schiff, das die Meerenge durchquert — als Beitrag zur Deckung der US-Sicherungskosten.
21. Juli 2026
Vier Kandidaten, zwei Sitze, eine Gruppe: Am 3. Juni 2026 stimmte die UN-Generalversammlung über die nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats für 2027/2028 ab. Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich 131. Deutschland 104 — und lag damit 23 unter der nötigen Zweidrittelmehrheit von 127. Es war das erste Mal seit der Wiedervereinigung, dass eine deutsche Kandidatur scheitert.
21. Juli 2026
104 Stimmen, Platz drei, kein Sitz: Am 4. Juni 2026 stimmte die UN-Generalversammlung ab — und Deutschland blieb draußen, während Österreich (131 Stimmen) und Portugal (144) einzogen.
13. Juli 2026
Deutschland fiel am 3. Juni 2026 bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat durch — erstmals in seiner Geschichte. 104 Stimmen, 23 weniger als die benötigte Zweidrittelmehrheit, 30 weniger als Österreich, das seine Kandidatur 2013 angemeldet hatte.
12. Juli 2026
Drei Staatschefs, ein Kriegspräsident, ein Londoner Abend: Als Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer am 7. Juni 2026 mit Wolodymyr Selenskyj zusammentrafen, war das Ziel nicht mehr nur Solidarität — es war Positionierung. Europa will am Tisch sitzen, wenn über Frieden verhandelt wird. Die Frage ist, ob es dafür Gewicht genug hat.
12. Juli 2026
Deutschland erklärt seit Monaten, eine israelische Annexion des Westjordanlands nicht anzuerkennen — hat an dieses Nein aber keine überprüfbare Folge geknüpft. Der Zugzwang ist außenpolitisch, nicht innenpolitisch, und er liegt in Johann Wadephuls Ressort.
10. Juli 2026
104 Stimmen. Österreich bekam 131, Portugal 134. Die Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat am 3. Juni 2026 war kein knappes Ergebnis.
1. Juli 2026
Am 31. Mai 2026 hisste die israelische Armee auf der Burg Beaufort die Nationalflagge. 700 Meter über dem Litanital, auf einem Kreuzrittergemäuer aus dem 12. Jahrhundert, das Israel schon einmal besetzt hatte – von 1982 bis 2000. 44 Jahre nach der ersten Einnahme.
26. Juni 2026
Zwei Beitrittskandidaten, ein einziges abgeschlossenes Verhandlungskapitel auf türkischer Seite in 21 Jahren: Das sagt alles über den Stand dieser Rennveranstaltung. Die Ukraine hat im September 2025 das Screening-Verfahren abgeschlossen – jene Vorphase, in der Brüssel prüft, wie weit das nationale Recht vom EU-Recht entfernt ist.
19. Juni 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte am 29. Mai 2026 eine „starke NATO-Präsenz an der Ostflanke", Stunden nachdem eine russische Geran-2-Drohne ein Wohnhaus in der rumänischen Stadt Galați getroffen und zwei Menschen verletzt hatte — den ersten bestätigten Einschlag einer russischen Kampfdrohne in einem bewohnten Gebiet eines NATO-Staates. Die SPD-Fraktion sprach von einem „Angriff auf die europäische Sicherheitsordnung", die Grünen nannten den Vorfall einen „Weckruf für die europäische Verteidigung".
31. Mai 2026