14 Beiträge, in denen Johann Wadephul namentlich vorkommt.
Johann Wadephul ist Bundesminister des Auswärtigen und damit der Mann, der Deutschlands Haltung zu einer europäischen Marinepräsenz im Persischen Golf auf EU-Ebene formal einbringen kann. Sein bester nächster Zug: dem Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU binnen einer Woche einen Dringlichkeitsantrag zur Entsendung einer eigenständigen europäischen maritimen Schutzmission für den Persischen Golf und die Straße von Hormus vorlegen.
30. Juli 2026
Johann Wadephul ist Mitglied des Bundestages und damit nicht in der Position, direkt im Rat der EU-Außenminister zu sprechen oder Themen auf die Tagesordnung zu setzen. Sein bester nächster Zug: Er sollte das omanische Modell einer freiwilligen Transit-Regulierung für die Straße von Hormus offiziell in die EU-Außenministerrunde einbringen und dort eine diplomatische Flankierung durch die Union beantragen.
29. Juli 2026
Johann Wadephul ist nicht Bundesminister des Auswärtigen und damit auch nicht der zuständige Akteur für europäische Sicherheitsinitiativen. Der angenommene Raketenangriff auf das Handelsschiff Golden Leo am 19. Juli 2026 ist ein hypothetisches Szenario. Sein bester nächster Zug: eine europäische Initiative für ein verbindliches Schutzregime und eine maritime Beobachtermission für zivile Handelswege im Schwarzen Meer und im östlichen Mittelmeer auf den Weg bringen.
27. Juli 2026
Deutschland sucht verlässliche Partner jenseits alter Bündnisarchitekturen. Nigeria soll einer sein – als Energielieferant, Absatzmarkt und Stabilitätsanker in einer Region, die sich gerade neu sortiert.
23. Juli 2026
Zum Schutzgeld-Trick im Persischen Golf — und was er wirklich kostet Vierzig deutsche Schiffe lagen Mitte Juli in der Region fest oder konnten die Straße von Hormus nicht passieren. Gleichzeitig ließ Donald Trump über Truth Social mitteilen, er wolle künftig eine Gebühr von 20 Prozent des Frachtwertes von jedem Schiff, das die Meerenge durchquert — als Beitrag zur Deckung der US-Sicherungskosten.
21. Juli 2026
Vier Kandidaten, zwei Sitze, eine Gruppe: Am 3. Juni 2026 stimmte die UN-Generalversammlung über die nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats für 2027/2028 ab. Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich 131. Deutschland 104 — und lag damit 23 unter der nötigen Zweidrittelmehrheit von 127. Es war das erste Mal seit der Wiedervereinigung, dass eine deutsche Kandidatur scheitert.
21. Juli 2026
104 Stimmen, Platz drei, kein Sitz: Am 4. Juni 2026 stimmte die UN-Generalversammlung ab — und Deutschland blieb draußen, während Österreich (131 Stimmen) und Portugal (144) einzogen.
13. Juli 2026
Deutschland fiel am 3. Juni 2026 bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat durch — erstmals in seiner Geschichte. 104 Stimmen, 23 weniger als die benötigte Zweidrittelmehrheit, 30 weniger als Österreich, das seine Kandidatur 2013 angemeldet hatte.
12. Juli 2026
Drei Staatschefs, ein Kriegspräsident, ein Londoner Abend: Als Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer am 7. Juni 2026 mit Wolodymyr Selenskyj zusammentrafen, war das Ziel nicht mehr nur Solidarität — es war Positionierung. Europa will am Tisch sitzen, wenn über Frieden verhandelt wird. Die Frage ist, ob es dafür Gewicht genug hat.
12. Juli 2026
Deutschland erklärt seit Monaten, eine israelische Annexion des Westjordanlands nicht anzuerkennen — hat an dieses Nein aber keine überprüfbare Folge geknüpft. Der Zugzwang ist außenpolitisch, nicht innenpolitisch, und er liegt in Johann Wadephuls Ressort.
10. Juli 2026
104 Stimmen. Österreich bekam 131, Portugal 134. Die Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat am 3. Juni 2026 war kein knappes Ergebnis.
1. Juli 2026
Am 31. Mai 2026 hisste die israelische Armee auf der Burg Beaufort die Nationalflagge. 700 Meter über dem Litanital, auf einem Kreuzrittergemäuer aus dem 12. Jahrhundert, das Israel schon einmal besetzt hatte – von 1982 bis 2000. 44 Jahre nach der ersten Einnahme.
26. Juni 2026
Zwei Beitrittskandidaten, ein einziges abgeschlossenes Verhandlungskapitel auf türkischer Seite in 21 Jahren: Das sagt alles über den Stand dieser Rennveranstaltung. Die Ukraine hat im September 2025 das Screening-Verfahren abgeschlossen – jene Vorphase, in der Brüssel prüft, wie weit das nationale Recht vom EU-Recht entfernt ist.
19. Juni 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte am 29. Mai 2026 eine „starke NATO-Präsenz an der Ostflanke", Stunden nachdem eine russische Geran-2-Drohne ein Wohnhaus in der rumänischen Stadt Galați getroffen und zwei Menschen verletzt hatte — den ersten bestätigten Einschlag einer russischen Kampfdrohne in einem bewohnten Gebiet eines NATO-Staates. Die SPD-Fraktion sprach von einem „Angriff auf die europäische Sicherheitsordnung", die Grünen nannten den Vorfall einen „Weckruf für die europäische Verteidigung".
31. Mai 2026