Die Polizei ermittelt den genauen Hergang weiter.

Eine 83 Jahre alte Fußgängerin war am Freitagabend unterwegs, als sie die Fahrbahn des Südrings überquerte. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Audi mit einem 36-jährigen Fahrer und Insassen in Richtung Innenstadt unterwegs. Der Wagen erfasste die Frau, die weggeschleudert wurde und regungslos liegen blieb. Rettungskräfte begannen sofort mit der Wiederbelebung. Trotz langer Bemühungen blieb sie erfolglos. Die Frau starb an der Unfallstelle.

Wo der Wagen zum Stehen kam

Nach dem Zusammenstoß geriet der Audi nach links ins Straßenbahngleis und verkeilte sich dort. Beim Ausbrechen fuhr er mehrere Begrenzungsbügel um. Die Insassen erlitten einen Schock und wurden seelsorgerisch betreut. Der Sachschaden wird auf 160.000 Euro geschätzt. Die Bergung aus den Gleisen dürfte wegen der Oberleitungen schwierig werden. Deshalb soll der Strom abgestellt werden.

Wie der Hergang ermittelt wird

Die Polizei rekonstruiert den Ablauf. Dafür hat sie einen Sachverständigen der DEKRA hinzugezogen, der am Freitagabend gegen 20 Uhr seine Arbeit am gesperrten Unfallort aufnahm. Erst das Ergebnis dieser Untersuchung legt fest, was aus den Spuren folgt. Bis dahin beruht die Schilderung auf bisherigen Erkenntnissen.

Der Südring war zunächst in beide Richtungen für etwa 1,5 Stunden voll gesperrt. Eine halbseitige Sperrung in Richtung Zentrum bestand bis 23:00 Uhr. Der Straßenbahnverkehr in der Südstadt war über Stunden beeinträchtigt.

Was als Nächstes ansteht

Ob die Ermittlungen abgeschlossen sind und ob ein Strafverfahren folgt, ist bis zum 18. Oktober 2026 öffentlich nicht bekannt. Der 36 Jahre alte Fahrer gilt bis zu einer etwaigen Verurteilung als unschuldig. Der Ausgang zeigt sich an einer Mitteilung der Polizei oder der Staatsanwaltschaft Rostock zu Hergang oder Verfahren. Bis dahin ist die Schilderung nach bisherigen Erkenntnissen der einzig belegte Stand.