Ukraine-Krieg

Stand: 19. September 2026 00:58

Ukraine-Krieg: der Stand

Stand:

US-Präsident Trump verkündete am 11. Oktober 2026 auf seiner Plattform Truth Social eine sofortige „Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine — wonach beide Seiten Angriffe auf die Energieinfrastruktur des jeweils anderen einstellen sollen. Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte, er habe von keiner Einigung gewusst, zeigte sich aber offen; gleichzeitig meldete er einen neuen russischen Angriff auf eine Energieanlage. Eine Bestätigung aus Moskau lag zunächst nicht vor. Selenskyj knüpfte mögliche Neuwahlen an eine 60-tägige Waffenruhe. Am 4. Oktober 2026 hatte Bundeskanzler Friedrich Merz Kiew besucht und ein neues Hilfspaket von rund 1,4 Milliarden Euro zugesagt. Am 11. Oktober 2026 berieten EU-Außenminister in Luxemburg über ein neues Sanktionspaket gegen knapp 1.600 Ziele und Personen des russischen Rüstungssektors; Bundesaußenminister Johann Wadephul forderte dabei mehr Druck auf Russland.

Zahlen

  • 1,4 Milliarden Euro

    Deutsches Hilfspaket für Ukraine (Militär und Energie), angekündigt in Kiew · 4. Oktober 2026

  • 41,7 Milliarden Euro

    Tatsächliche bilaterale Hilfe Deutschlands an Ukraine, Januar 2022 bis August 2026 · 8. Oktober 2026

  • 228,7 Milliarden Euro

    Von EU und Mitgliedstaaten ausgewiesene Gesamthilfe seit Kriegsbeginn · 7. Oktober 2026

Zentrale Themen

  • Trumps „Energie-Waffenruhe": Verkündung ohne Bestätigung

    Trump erklärte am 11. Oktober 2026 eine sofortige Einstellung von Angriffen auf Energieinfrastruktur — ohne Nennung von Details. Selenskyj zeigte sich überrascht und offen; Russland reagierte mit weiteren Angriffen auf ukrainische Energieanlagen. Eine schriftliche Vereinbarung ist nicht belegt.

  • Deutsches Hilfspaket: 1,4 Milliarden Euro für Ukraine

    Bundeskanzler Friedrich Merz sagte bei seinem Kiew-Besuch am 4. Oktober 2026 rund eine Milliarde Euro Militärhilfe (darunter Abfangdrohnen und Abstandswaffen) sowie 350 Millionen Euro für Energieinfrastruktur zu. Das Paket ist angekündigt, Einzelheiten der Auszahlung sind nicht belegt.

  • EU-Sanktionspaket: knapp 1.600 neue Ziele

    Am 11. Oktober 2026 berieten die EU-Außenminister in Luxemburg über ein neues Sanktionspaket gegen knapp 1.600 Personen und Ziele im russischen Rüstungssektor; ein Beschluss ist nach Stand der Meldungen noch nicht gefasst. Bereits am 28. September 2026 hatte der EU-Rat Sanktionen gegen 27 Personen und Organisationen wegen Deportation ukrainischer Kinder und Oppositionsunterdrückung erlassen.

  • Russischer Angriff auf ukrainische Energieinfrastruktur

    Russland setzte auch nach Trumps Ankündigung der Energie-Waffenruhe seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen fort, wie Selenskyj am 11. Oktober 2026 meldete. Seit Oktober 2025 hat Russland nach früheren Angaben mindestens 256 Mal ukrainische Strom- und Wärmeversorgung bombardiert. Zum Beitrag

  • Transatlantische Differenzen über Sanktionen und Russland-Kurs

    Die USA haben nach Medienberichten Ausnahmen bei Dieselimporten aus Russland zugelassen und sollen die Ukraine laut „Financial Times" mit dem Stopp von Waffenlieferungen unter Druck gesetzt haben. Bundesaußenminister Johann Wadephul und die EU bekräftigten am 11. Oktober 2026 das strikte Festhalten an den bestehenden Sanktionen. Zum Beitrag

Wo die Beteiligten auseinanderliegen

  • Sollen westliche Sanktionen gegen Russland trotz US-amerikanischer Lockerungssignale aufrechterhalten werden?

    Bundesregierung:
    Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte am 11. Oktober 2026, er halte mehr Druck auf Russland für notwendig; die Bundesregierung bekräftigte das strikte Festhalten an den bestehenden Sanktionen.
    US-Regierung:
    Die US-Regierung hat nach Medienberichten Ausnahmen bei Dieselimporten aus Russland zugelassen und signalisiert eine eigenständige Annäherung an Moskau, ohne die EU-Sanktionslinie zu übernehmen.
  • Soll die Ukraine Angriffe auf russische Energieinfrastruktur einstellen?

    Ukrainische Regierung:
    Präsident Selenskyj erklärte am 11. Oktober 2026, die Ukraine sei bereit, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen — aber nur, falls Russland im Gegenzug ukrainische Infrastruktur verschone.
    US-Regierung:
    Trump verkündete eine sofortige beidseitige Energie-Waffenruhe und soll die Ukraine laut „Financial Times" unter Druck gesetzt haben, Angriffe auf russische Energieanlagen zu unterlassen.
  • Unter welchen Bedingungen sind Wahlen und Verhandlungen in der Ukraine möglich?

    Ukrainische Regierung:
    Selenskyj erklärte am 11. Oktober 2026, er sei im Falle einer 60-tägigen Waffenruhe zu Neuwahlen bereit; territoriale Zugeständnisse an militärisch nicht kontrollierte Zonen lehnt Kiew ab.
    US-Regierung:
    Trump forderte nach Medienberichten einen Machtwechsel in Kiew und stellte damit die Legitimation Selenskyjs als Verhandlungspartner in Frage, was die Ukraine zurückwies.

KI-generierter Inhalt (Art. 50 AI Act). Gemeldete Fehler werden unverzüglich korrigiert.

Wenn der Korridor brichtPOLITIK

Wenn der Korridor bricht

Sicherheit kritischer Infrastruktur: Der Sprengstoff-Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle zeigt, warum Objektschutz allein nicht reicht — und warum die Zuständigkeitsteilung zwischen Bund und Ländern zur strukturellen Schwachstelle wird.

19. September 2026

Witkoff und Kushner in Kiew: Frieden als Immobilien-TransaktionINTERNATIONAL

Witkoff und Kushner in Kiew: Frieden als Immobilien-Transaktion

Die Formel lautet: Kushner und Witkoff fliegen nach Moskau, hören Putins Forderungen, fliegen nach Kiew und nennen das Gespräch einen Durchbruch. Der Kreml lehnt ab. Washington nennt es Fortschritt. Kiew nennt es Druck. Am nächsten Morgen sterben Menschen im Donbass.

18. September 2026

Washingtons Verhandlungsdruck lässt die Front kaltINTERNATIONAL

Washingtons Verhandlungsdruck lässt die Front kalt

Steve Witkoff und Jared Kushner sitzen am 5. September 2026 drei Stunden mit Wladimir Putin zusammen. Putin nennt die Gespräche „nützlich, aber sehr schwierig". Zwei Tage später greift Russland Kiew erneut mit ballistischen Raketen an.

17. September 2026

Zwischen Legitimation und Beschuss: Was Wahlen in der Ukraine kosten würdenINTERNATIONAL

Zwischen Legitimation und Beschuss: Was Wahlen in der Ukraine kosten würden

Selenskyjs Amtszeit lief im Mai 2024 aus. Das Parlament wurde 2019 gewählt und wäre ebenfalls 2024 neu zu besetzen gewesen.

14. September 2026

Abgenutzte SchildeINTERNATIONAL

Abgenutzte Schilde

Russland sättigt die ukrainische Luftabwehr mit ballistischen Raketen, während Kiew mit Drohnenschwärmen tausend Kilometer ins russische Hinterland trifft. Beide Seiten überdehnen ihre Rüstungslogistik — und die europäischen Verbündeten stehen vor der Frage, ob ihre Luftverteidigungszusagen mit der neuen Intensität noch Schritt halten.

23. August 2026

Wer nicht abfangen kann, verliert – aber wer nur abfängt, gewinnt nichtPOLITIK

Wer nicht abfangen kann, verliert – aber wer nur abfängt, gewinnt nicht

Russland feuerte im Juli 2026 mindestens 376 Raketen auf die Ukraine, die Hälfte davon ballistische — so viele wie in keinem Monat zuvor. Am 1. August erreichte eine Welle aus 27 ballistischen Raketen die Ukraine: eine wurde abgefangen. Am 5. August folgten 28 Raketen und 115 Drohnen; 17 Menschen starben, keine einzige ballistische Rakete fiel vor ihrem Ziel.

22. August 2026

Verwaltetes Risiko auf Kosten andererINTERNATIONAL

Verwaltetes Risiko auf Kosten anderer

Seit Oktober 2025 hat Russland mindestens 256 Mal die ukrainische Strom- und Wärmeversorgung bombardiert. Im Januar 2026 lagen die Temperaturen unter minus 15 Grad, bis zu 80 Prozent der Bevölkerung waren von Notabschaltungen betroffen, und die Luftabwehr fing gerade noch jeden dritten anfliegenden Marschflugkörper ab.

17. August 2026

Wenn Abschreckung zur Verwaltungsaufgabe wirdINTERNATIONAL

Wenn Abschreckung zur Verwaltungsaufgabe wird

Westen beschwört Rote Linien — und lässt zu, dass Pjöngjang und Moskau sie überschreiben.

12. August 2026

Trumps Zögern kostet LebenINTERNATIONAL

Trumps Zögern kostet Leben

Kiew braucht Luftabwehr. Washington debattiert Lizenzbedingungen. Der Abstand zwischen diesen beiden Sätzen: 17 Tote am 5. August 2026.

8. August 2026

Ohne Botschafterin, mit Herbst-Frist: Wie Kiew seinen wichtigsten Draht nach Washington neu aufspanntINTERNATIONAL

Ohne Botschafterin, mit Herbst-Frist: Wie Kiew seinen wichtigsten Draht nach Washington neu aufspannt

Die Abberufung kommt in einem Moment, in dem sie maximalen Schaden anrichten kann. Selenskyj war noch keine zwei Wochen zuvor in Washington gewesen, hatte Patriots gefordert und war mit Zusagen zurückgeflogen.

4. August 2026

Logistik als Frontlinie: Wie die Ukraine Wildberries trifft – und wenINTERNATIONAL

Logistik als Frontlinie: Wie die Ukraine Wildberries trifft – und wen

Zwischen dem 18. und 29. Juli 2026 brannten mindestens neun Lagerhäuser des russischen Onlinehändlers Wildberries nieder. Kiew bezeichnet die Angriffe als legitime Schläge gegen die Kriegslogistik Moskaus. Moskau nennt sie Staatsterrorismus. Dazwischen: Hunderttausende Quadratmeter Asche, ein zerrissenes Haftungsrecht und eine offene Frage, die das humanitäre Völkerrecht seit Jahrzehnten begleitet.

30. Juli 2026

Die Lizenz zur BeruhigungINTERNATIONAL

Die Lizenz zur Beruhigung

Eine Lizenz ist kein Raketenschild. Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj das Recht verliehen, Patriot-Abfangraketen herzustellen — ohne die Hersteller vorher zu fragen, ohne gesicherte Lieferketten, ohne Antwort auf die Frage, welche Komponenten in einem kriegsversehrten Land überhaupt gefertigt werden können. Was wie ein Durchbruch klingt, ist zunächst ein Dokument.

30. Juli 2026

Die Illusion der geschützten Hintertür: Der Krieg greift ins Kaspische Meer ausINTERNATIONAL

Die Illusion der geschützten Hintertür: Der Krieg greift ins Kaspische Meer aus

Das Kaspische Meer galt als Sicherheitsraum — zu weit weg, zu geschlossen, zu unbedeutend für den Krieg. Seit dem 25. Juli 2026 gilt das nicht mehr.

27. Juli 2026

Die Ausweitung der Fronten: Kaspische Handelswege im VisierINTERNATIONAL

Die Ausweitung der Fronten: Kaspische Handelswege im Visier

Ein totes Besatzungsmitglied, ein Verletzter, ein brennendes Frachtschiff — irgendwo auf dem Kaspischen Meer, in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli 2026. Der genaue Ort ist nicht bestätigt; die Ladung des Schiffes ist umstritten. Was nicht umstritten ist: Die Ukraine hat Angriffe im Kaspischen Meer bestätigt.

27. Juli 2026

Die Peripherie spricht: Kasachstans unbequemer Vorstoß zum FriedenINTERNATIONAL

Die Peripherie spricht: Kasachstans unbequemer Vorstoß zum Frieden

Seit dem 25. Juli 2026 steht ein Satz im Raum, der aus Omsk ungewöhnliche Schwere bezieht: Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew forderte Putin direkt ins Gesicht, die Kämpfe in der Ukraine zu beenden. Kein westlicher Gipfel, kein NATO-Kommuniqué — ein Verbündeter, im bilateralen Gespräch, in Sibirien.

26. Juli 2026

Ukraines Drohnengeschäft: Mehr als nur Munition aus der LuftINTERNATIONAL

Ukraines Drohnengeschäft: Mehr als nur Munition aus der Luft

500 Dollar gegen einen Panzer im Wert von drei Millionen. Diese Gleichung zieht sich durch den Krieg im Osten Europas — und sie erklärt, warum die Ukraine heute monatlich bis zu 200.000 Drohnen produziert.

21. Juli 2026

Drohnenkrieg Ukraine: Kiews Schlag und Russlands RacheINTERNATIONAL

Drohnenkrieg Ukraine: Kiews Schlag und Russlands Rache

Ballistische Raketen durchdringen den Luftraum über Kiew in zwei bis vier Minuten — zu schnell für jede Abwehrreaktion, zu schnell für die Sirene, bevor der Einschlag kommt. Beim schwersten Angriff in diesem Sommer, dem 2. Juli 2026, starben mindestens 21 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt, 85 wurden verletzt.

19. Juli 2026

Alle Dossiers