Gewalt auf der Straße

Stand: 11. Oktober 2026 21:38

Straßengewalt: der Stand

Stand:

Anfang Oktober 2026 nahm ein Spezialeinsatzkommando drei Männer wegen des Verdachts islamistischer Anschlagspläne im Westen Deutschlands in Gewahrsam; der Verfassungsschutz NRW hatte die Gruppe, der ideologische Nähe zum Islamischen Staat (IS) vorgeworfen wird, seit Anfang des Jahres beobachtet. Zwei der Beschuldigten – ein 20-jähriger und ein 24-jähriger Syrer – wurden am 4. Oktober 2026 mangels hinreichend konkreter Gefahrenprognose wieder freigelassen; ein 33-jähriger zum Islam konvertierter Deutscher befand sich nach Behördenangaben weiterhin in Gewahrsam. Bei der Messer­kriminalität registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) für 2025 rund 29.200 als Messerangriffe eingestufte Straftaten; die Kategorie umfasst sowohl Androhungen als auch ausgeführte Angriffe unmittelbar gegen Personen. Am 9. Oktober 2026 gedachte Halle (Saale) des antisemitischen und rassistischen Terroranschlags vom 9. Oktober 2019, der durch einen schwer bewaffneten Rechtsextremisten begangen wurde – laut Ermittlern und Gericht. Festgelegte Termine für Verfahren oder Anhörungen zu den aktuellen Anschlagsplänen sind derzeit nicht öffentlich bekannt.

Zahlen

  • 29.200 Straftaten

    BKA-Kategorie „Messerangriffe" (Androhung oder Ausführung gegen Personen) · 2025

  • 85.837 Straftaten

    Politisch motivierte Kriminalität (PMK) gesamt in Deutschland – Höchststand seit Statistikbeginn 2001 · 2025

  • 4.156 Delikte

    Politisch motivierte Gewalttaten bundesweit laut BKA · 2025

  • 231 Straftaten

    PMK-Delikte im Unterthemenfeld „islamfeindlich" laut Antwort der Bundesregierung (vorläufiger Stand) · erstes Halbjahr 2026

Zentrale Themen

  • Islamistische Anschlagspläne: Festnahmen Oktober 2026

    Ein SEK nahm am 2. Oktober 2026 drei Männer wegen Verdachts islamistischer Anschlagspläne im Westen Deutschlands fest. Zwei wurden am 4. Oktober 2026 freigelassen; ein Beschuldigter blieb in Gewahrsam. Das Verfahren ist laufend.

  • Messerangriffe: Erfassung und Fallzahlen 2025

    Seit 2020 führt die Polizeiliche Kriminalstatistik Messerangriffe als eigene Kategorie. Für 2025 weist das BKA rund 29.200 solcher Fälle aus; die Zahlen zählen Anzeigen, nicht Verurteilungen. Zum Beitrag

  • CSD-Anschlag Berlin 2026: Folgen und Sicherheitsdebatte

    Beim Berliner CSD 2026 fuhr ein Auto in eine Menschenmenge; ein Mensch starb, mehrere wurden verletzt. Die Parade wurde abgebrochen. Die Ermittler ordneten den Fall als islamistisch motiviert ein. Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen werden seitdem politisch diskutiert. Zum Beitrag

  • Gedenkmarsch Halle: Siebter Jahrestag Terroranschlag

    Am 9. Oktober 2026 fanden in Halle (Saale) Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Anschlags vom 9. Oktober 2019 statt, der durch einen Rechtsextremisten begangen wurde und von Gericht und Ermittlern als antisemitisch und rassistisch motiviert eingestuft ist.

  • Femizide und Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum

    Die Debatte über Femizide – tödliche Gewalt gegen Frauen – und deren statistische Erfassung ist politisch und medial präsent. Belastbare amtliche Gesamtzahlen für 2026 liegen noch nicht vor.

Wo die Beteiligten auseinanderliegen

  • Wie soll auf den anhaltend hohen Stand der Messerkriminalität rechtlich und statistisch reagiert werden?

    AfD-Fraktion im Bundestag:
    Die AfD-Fraktion forderte in Anfragen im August 2026 schärfere bundesweite Kontrollen und waffenrechtliche Verschärfungen angesichts des hohen Fallzahlenstands.
    Bundeskriminalamt:
    Das BKA weist die Fallzahlen nach festgelegter Kategoriendefinition aus und warnt ausdrücklich davor, Anzeigenzahlen mit Verurteilungen gleichzusetzen.
  • Welche Maßnahmen sind gegen wachsenden Extremismus wirksam – Prävention oder Repression?

    Bundesministerium des Innern:
    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betonte bei der Vorstellung der PMK-Fallzahlen am 9. Juni 2026 die Gefährdung durch Radikalisierung in sozialen Medien und kündigte den Ausbau von Abwehrmaßnahmen an.
    Bündnis 90/Die Grünen:
    Zivilgesellschaftliche Verbände und Oppositionsvertreter, darunter Grünen-Politiker, debattieren über die Effektivität repressiver Ansätze und fordern stärkere präventive Konzepte.

Termine

  • : Am Landgericht soll im Prozess um versuchten Mord mit einem Brotmesser in Wülfrath das Urteil fallen.

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