Stand:
Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung auf 15,3 Monate verlängert; in den Jahren davor war sie gesunken. Sachsen hat die längsten Verfahren, Rheinland-Pfalz gehört zu den schnellsten Ländern. Im September 2026 verzeichnete das BAMF 5.276 Asylanträge — leicht mehr als in den Sommermonaten, aber weniger als im Vorjahreszeitraum. Am 26. September 2026 kamen beim zweiten 'Munich Migration Meeting' unter Leitung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt EU-Innenkommissar Magnus Brunner sowie Vertreter aus 17 europäischen Staaten zusammen, um über die Verschärfung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), Außengrenzschutz und Rückführungen zu beraten. Die Binnengrenzkontrollen an allen deutschen Landgrenzen, seit September 2024 stationär, dauern an; Dobrindt hatte Ende Juli 2026 ihre unbefristete Verlängerung und Verschärfung angekündigt. Für die kommenden Wochen sind keine belegten Termine bekannt.
5.276 Asylerstanträge
Monatliche Neuzugänge ins deutsche Asylsystem · September 2026
55.366 Asylerstanträge
Kumulierte Neuzugänge ins deutsche Asylsystem 2026 · 2026
157.901 abgeschlossene Asylverfahren
Vom BAMF entschiedene Verfahren im laufenden Jahr · 2026
23.754 Personen
Von der Bundespolizei an Grenzen abgewiesene oder zurückgeschobene Personen · Januar bis August 2026
Asylklageverfahren: Dauer steigt wieder
Nachdem die Verfahrensdauer bei Asylklagen — also gerichtlichen Überprüfungen von BAMF-Bescheiden — jahrelang gesunken war, meldet die Bundesregierung für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg auf durchschnittlich 15,3 Monate. Sachsen liegt am längsten, Niedersachsen auf dem vorletzten Platz mit durchschnittlich 20 Monaten.
Binnengrenzkontrollen: Verlängerung und Verschärfung
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte Ende Juli 2026 an, die seit September 2024 laufenden stationären Kontrollen an allen deutschen Landgrenzen unbefristet zu verlängern und zu verschärfen; die Maßnahme ist in Kraft.
GEAS-Verschärfung: Munich Migration Meeting
Beim zweiten 'Munich Migration Meeting' am 26. September 2026 berieten Dobrindt, EU-Innenkommissar Magnus Brunner und Vertreter aus 17 Staaten über eine raschere und härtere Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems sowie Drittstaatenlösungen; Beschlüsse sind nicht belegt. Zum Beitrag
EU-Rückführungsverordnung: verabschiedet, Umsetzung offen
Das Europäische Parlament hat am 17. Juni 2026 eine neue Rückführungsverordnung mit 418 Ja-Stimmen, 218 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen verabschiedet; kein unterzeichnetes Abkommen zur Einrichtung externer Abschiebezentren liegt vor. Zum Beitrag
Einbürgerungen: Höchststand 2025
Im Jahr 2025 wurden laut Statistik 332.500 Einbürgerungen in Deutschland verzeichnet — der höchste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Beitrag
Wie weit soll das Gemeinsame Europäische Asylsystem verschärft und auf Drittstaaten ausgeweitet werden?
Sollen externe EU-Abschiebezentren außerhalb Europas eingerichtet werden?
KI-generierter Inhalt (Art. 50 AI Act). Gemeldete Fehler werden unverzüglich korrigiert.
INTERNATIONALDemonstration, Verbot, Eskalation, Verurteilung — und im September darauf dasselbe Bild.
22. September 2026
POLITIKExterne Asylverfahren gelten als das neue Modell zur Migrationskontrolle. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt reist für diese Idee nach Kopenhagen. Was die bisherigen Versuche zeigen: Der Weg von der Absichtserklärung zum funktionierenden Zentrum ist lang, teuer und rechtlich vermint.
5. September 2026
INTERNATIONALEin Gerichtsurteil, 140 Zeichen Fließtext, elf Millionen Aufrufe — und dann die Grenze.
10. August 2026
INTERNATIONALZwei Regierungen, die sich öffentlich bekämpfen, haben still dasselbe getan: Sie haben das Fundament der europäischen Freizügigkeit für innenpolitische Zwecke eingerissen.
10. August 2026
POLITIKBundesinnenminister Alexander Dobrindt verteidigt die Migrationspolitik der schwarz-roten Koalition – in einem Halbjahr, in dem die Abschiebezahlen um 18 Prozent gefallen sind.
31. Juli 2026
POLITIKEine Mutter, zwei minderjährige Söhne, eine Aufnahmezusage aus dem September 2021 — und ein Bundesinnenministerium, das diese Zusage im Dezember 2025 per Rundumschlag für „ungültig und erloschen" erklärte. Das Bundesverfassungsgericht hat diesem Vorgehen am 22. Juli 2026 eine klare Absage erteilt.
25. Juli 2026
POLITIKNeunzehn von siebenundzwanzig EU-Mitgliedstaaten wollen abgelehnte Asylbewerber in Zentren außerhalb Europas schicken – in Länder, zu denen diese Menschen keine Verbindung haben, betrieben von Staaten, deren Rechtsstaatlichkeit niemand ernsthaft garantieren kann. Das Europaparlament hat die rechtliche Grundlage dafür beschlossen.
21. Juni 2026
INTERNATIONALFrankreich stellt sich gegen die Mehrheit der EU. 19 Mitgliedstaaten wollen abgelehnte Asylbewerber künftig in Zentren außerhalb Europas unterbringen; Präsident Emmanuel Macron nennt das weder effizient noch mit europäischen Werten vereinbar.
20. Juni 2026
INTERNATIONALEin Beschluss, drei offene Fragen, und kein einziges unterzeichnetes Abkommen. Das Europäische Parlament hat am 17. Juni 2026 mit 418 Ja-Stimmen, 218 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen eine neue Rückführungsverordnung verabschiedet.
18. Juni 2026
POLITIK332.500 Einbürgerungen im Jahr 2025 – der höchste Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 2000, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinter dieser Zahl liegen unvereinbare Diagnosen: Für die SPD und die Grünen ist sie ein Beleg für gelungene Integration, für CDU/CSU ein Anlass zur Korrektur, für die AfD ein Alarmzeichen.
15. Juni 2026