Vier Tage hat die PNV gebraucht, um ihre Kandidaten für Madrid zu bestätigen. Die Begründung dafür ist ein einziger Satz, und der Satz ist ein Superlativ.

Maribel Vaquero, Sprecherin der PNV im Kongress, führt wieder die Liste in Gipuzkoa an. Idoia Sagastizabal, Abgeordnete, steht in Bizkaia vorn. In Álava führt Gorka Urtaran, früherer Bürgermeister von Vitoria-Gasteiz. Vorhersehbar war das.

Vier Tage, ein einstimmiges Ja

Das Verfahren begann am Mittwoch, dringlich, beim Führungsgremium EBB. Am Samstag billigte die außerordentliche Nationalversammlung in Bilbao die Vorschläge einstimmig. In der Versammlung hat also niemand Nein gesagt. Das kann Geschlossenheit sein. Es kann auch heißen, dass ein Gremium auswählt und eine Versammlung abnickt.

Die Bestenformel als Begründung

Esteban hat die drei so vorgestellt: „die besten Frauen, die besten Männer, die besten Personen“, die die Partei nach Madrid schicken könne, um für Euskadi zu sorgen. Dann folgt der Grund, und der Grund ist ein Umstand: Es steht viel auf dem Spiel in Madrid. Das mag stimmen. Es erklärt nicht, warum genau diese drei.

Die stärkste Antwort darauf ist nicht schwach. Erfahrung ist ein Kriterium. Wer im Kongress arbeitet oder aus dem Rathaus kommt, ist kein schlechter Kandidat, und Kontinuität ist kein Makel. Nur sagt Esteban davon nichts. Er sagt „die besten“, und das ist ein Urteil über Menschen, keine Begründung für Listenplätze.

Wer Erfahrung meint, sollte Erfahrung sagen. Das gilt für jede Partei, die so auswählt, auch für die, die man lieber mag.

Die PNV nennt ihre Spitzen die besten und sagt nicht, woran man das misst. Die Listen stehen trotzdem. Den Preis zahlt das Wort. Es klingt nach Begründung. Begründet ist damit nichts.