Kultur: Beiträge vom 21. bis 26. September 2026

Archiv · Seite 12
Die Maschine, die besser gehtKommentar

Die Maschine, die besser geht

Vier Roboter auf dem Laufsteg der Galleria Vittorio Emanuele II – und die Mode hatte plötzlich ein Aufmerksamkeitsproblem mit sich selbst. Vogue World wollte in Mailand den „menschlichen Touch" feiern – die Handwerkskunst, das Körperliche, das Unersetzliche.

26. September 2026

Verlag, Ruhm und Algorithmus: Was der Fall Orélien wirklich enthülltAnalyse

Verlag, Ruhm und Algorithmus: Was der Fall Orélien wirklich enthüllt

Wer entscheidet, was Literatur ist — und wer sie geschrieben hat?

25. September 2026

Detektor-Verdikt statt Kritiker-Urteil: Wie ein anonymes X-Konto den französischen Literaturbetrieb erschüttertAnalyse

Detektor-Verdikt statt Kritiker-Urteil: Wie ein anonymes X-Konto den französischen Literaturbetrieb erschüttert

Ein preisgekrönter Roman, ein anonymer Account und eine Software, die Gewissheit verspricht, aber keine liefern kann.

24. September 2026

Das Ritual und seine RechnungKommentar

Das Ritual und seine Rechnung

Der Kölner „Tatort" verliert seinen Max Ballauf — und die ARD gibt bekannt, dass Dietmar Bär als Freddy Schenk weitermacht. Der beste nächste Zug für das Format wäre, diesen Moment zu nutzen, um es grundlegend zu erneuern.

23. September 2026

Babylon Berlin im Finale: Die Weimarer Republik als beruhigendes Spiegel­bildKommentar

Babylon Berlin im Finale: Die Weimarer Republik als beruhigendes Spiegel­bild

September 2026, ARD Mediathek: 34,2 Millionen Euro, acht Folgen, ein handwerkliches Vermächtnis — und eine Frage, die die Serie in fünf Staffeln nie wirklich beantworten wollte.

23. September 2026

Anant Nag und der blinde Fleck des indischen KulturstaatesAnalyse

Anant Nag und der blinde Fleck des indischen Kulturstaates

Der Staat ehrt, was er nicht fördert. Anant Nag, Schauspieler aus Karnataka mit über 300 Filmen in sechs Sprachen und einer Karriere von mehr als fünfzig Jahren, erhält am 22. September 2026 in Kevadia den Dadasaheb Phalke Award 2024 – Indiens höchste Filmauszeichnung.

22. September 2026

Cranach in Pasadena, Aquarelle in Auschwitz: Was zwei Klagen über den US-Kunstbetrieb verratenAnalyse

Cranach in Pasadena, Aquarelle in Auschwitz: Was zwei Klagen über den US-Kunstbetrieb verraten

Zwei Diptychon-Tafeln aus dem Jahr 1530, lebensgroß in Öl auf Holz, und sieben Aquarelle, die eine Häftlingsfrau unter Todesdrohung malte — das sind die Gegenstände, an denen im September 2026 amerikanisches Kunstrecht auf seinen historischen Kern stößt.

22. September 2026

Aus dem Inneren Cearás in die Oscar-Runde: Was „Feito Pipa" über die neue Geografie des Weltkinos zeigtAnalyse

Aus dem Inneren Cearás in die Oscar-Runde: Was „Feito Pipa" über die neue Geografie des Weltkinos zeigt

Allan Deberton dreht seinen Animationsfilm im Nordosten Brasiliens, in einer Region, die selbst in São Paulo kaum jemand als Kinoproduktionsstandort kennt. Im Februar 2026 gewinnt „Feito Pipa" auf der Berlinale den Grand Prix der Internationalen Jury in der Sektion Kplus und den Kristall-Bären.

22. September 2026

Der Applaus der AnpasserKommentar

Der Applaus der Anpasser

Jens Harzer ist Teufelsspieler. Das sagen die Kritiken, und sie meinen es als Lob.

22. September 2026

Der ESC und sein Neutralitäts-TheaterKommentar

Der ESC und sein Neutralitäts-Theater

Wenn ein Unterhaltungswettbewerb erklärt, er sei unpolitisch, und dann dieselben Regeln anwendet, die er ausdrücklich verbannt hat, hat er ein Problem. Wenn mehrere Mitglieder seiner Rundfunkanstalten in Serie aussteigen, hat er ein größeres.

21. September 2026

Die Geografie des Ungesagten: Patricio Guzmáns Methode und Chiles Kampf ums ErinnernAnalyse

Die Geografie des Ungesagten: Patricio Guzmáns Methode und Chiles Kampf ums Erinnern

Der chilenische Dokumentarfilmer Patricio Guzmán ist am 15. September 2026 im Alter von 85 Jahren in Paris gestorben . Er hinterließ keine Parteimitgliedschaft, keinen Anwalt, keine Petition — sondern Bilder von Wüste, Meer und Eis, in die er Leichen eingeschrieben hatte.

21. September 2026

Das Kuratorium wählt außen, weil innen zerbrochen istAnalyse

Das Kuratorium wählt außen, weil innen zerbrochen ist

Salzburger Festspiele · Personalentscheidung mit Signalwirkung Der belgische Opernmanager Peter de Caluwe übernimmt ab Herbst 2027 die Intendanz der Salzburger Festspiele — als Drittlösung, die das Kuratorium erst wählte, nachdem sein Favorit geplatzt war.

21. September 2026