Wirtschaft: Beiträge vom 1. bis 10. Juli 2026

Archiv · Seite 4
VW vor dem Umbau: Deutschland muss Industrie neu denkenKommentar

VW vor dem Umbau: Deutschland muss Industrie neu denken

Volkswagen streicht bis Ende 2026 in Deutschland 19.000 Stellen, halbiert bis 2035 seine Modellpalette und prüft das Auslaufen von vier Werken. Die Bundesregierung nennt die Lage „bitter ernst" — und liefert einen Strategiedialog. Das ist keine Industriepolitik, das ist Zuschauen mit Protokoll.

10. Juli 2026

Iran-Krieg: Wie Konflikte Preise treiben und Deutschlands Wirtschaft gefährdenAnalyse

Iran-Krieg: Wie Konflikte Preise treiben und Deutschlands Wirtschaft gefährden

Ein Fass Brent kostete Ende Februar 73 Dollar. Zwei Wochen später waren es 100. In diesem Sprung steckt die ganze Rechnung, die deutsche Importeure, Bauherren und Verbraucher seither zahlen.

9. Juli 2026

Deutschlands Hitze-Strategie: Ein Jahrhundertereignis, das keiner ernst nimmtAnalyse

Deutschlands Hitze-Strategie: Ein Jahrhundertereignis, das keiner ernst nimmt

Ein Kraftwerk drosselt seine Leistung, weil der Fluss zu warm ist, der es kühlen soll. Zur selben Stunde springen zehntausend Klimaanlagen an. Der Strompreis klettert auf 747 Euro je Megawattstunde — das ist nicht die Prognose eines fernen Klimaszenarios, sondern Deutschland im Juni 2026. Wer verstehen will, warum das Land bei einem seit dreißig Jahren angekündigten Ereignis überrascht wirkt, muss die Kurve lesen, an der es sich messen lässt.

9. Juli 2026

EZB und digitaler Euro: Zwischen Inflationskampf und digitaler ZukunftKommentar

EZB und digitaler Euro: Zwischen Inflationskampf und digitaler Zukunft

Die Europäische Zentralbank erwägt, die Mindestreserve der Banken von 1 auf 2 Prozent zu verdoppeln. Klingt technisch, ist es auch.

7. Juli 2026

KI am Arbeitsmarkt: Job-Killer oder Job-Motor der Zukunft?Kommentar

KI am Arbeitsmarkt: Job-Killer oder Job-Motor der Zukunft?

Zwei Zahlen liegen fast gleichauf: 800.000 Arbeitsplätze könnten in Deutschland durch KI wegfallen, 800.000 neue entstehen. Wer daraus liest, es passiere unterm Strich nichts, hat die entscheidende Frage überlesen. Wer verliert, wer gewinnt – und wer zahlt für den Weg dazwischen?

7. Juli 2026

KI-Boom: Jobvernichter oder Arbeitsplatzschaffer? Eine nüchterne Bilanz.Analyse

KI-Boom: Jobvernichter oder Arbeitsplatzschaffer? Eine nüchterne Bilanz.

Nicht die Gesamtbeschäftigung bricht ein, sondern die unterste Sprosse der Karriereleiter. Wer schon oben steht, profitiert von KI — wer einsteigen will, findet die Tür schmaler. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, die sich beziffern lässt.

7. Juli 2026

Wenn Preise steigen und Politik versagt: Ein Weckruf an die KoalitionKommentar

Wenn Preise steigen und Politik versagt: Ein Weckruf an die Koalition

Ein US-Inflationswert von 3,8 Prozent, gemessen im April 2026, ist zunächst eine amerikanische Angelegenheit. Für die deutsche Wirtschaftspolitik wird er zum Testfall: Der Krieg im Iran und die zeitweilige Blockade der Straße von Hormus treiben Öl- und Gaspreise weltweit, und Deutschlands Importpreise stiegen im Mai 2026 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – die Energieeinfuhren allein um 37,2 Prozent. Auf diesen Schock antwortet die schwarz-rote Koalition mit einem Tankrabatt und einer Lebensmittel-Taskforce. Das ist die falsche Antwort auf die richtige Frage.

7. Juli 2026

Iran-Krieg treibt Preise: Europas Wirtschaft im Griff globaler KrisenKommentar

Iran-Krieg treibt Preise: Europas Wirtschaft im Griff globaler Krisen

Am 18. Juni 2026 kostete Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,776 Euro pro Liter. Genau drei Cent mehr als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn.

4. Juli 2026

Deutsche Autozulieferer: Der Wandel braucht mehr als VerlagerungKommentar

Deutsche Autozulieferer: Der Wandel braucht mehr als Verlagerung

Michael Leiters bietet den Leipzigern einen Deal: Ihr baut wieder den Cayenne, wenn ihr auf Lohn verzichtet. Der Betriebsrat nennt das eine Mohrrübe.

4. Juli 2026

EZB-Manöver: Verdoppelte Mindestreserve – ein Spiel mit dem Feuer?Analyse

EZB-Manöver: Verdoppelte Mindestreserve – ein Spiel mit dem Feuer?

Es gibt eine Zahl, die in der Frankfurter Buchhaltung wehtut, und sie steht seit Monaten in den Büchern der Deutschen Bundesbank: 51 Milliarden Euro kumulierter Fehlbetrag seit 2022. Kein Verlust aus Fehlspekulation, kein Bilanzskandal — sondern die Rechnung dafür, dass die Zentralbank den Geschäftsbanken Zinsen zahlt. 2,25 Prozent, auf rund 2,16 Billionen Euro Überschussliquidität, die seit den Anleihekäufen der 2010er Jahre im System schwappt.

2. Juli 2026

VW, Audi, Porsche: Die deutsche Autokrise und ihre Folgen für die ArbeitsplätzeAnalyse

VW, Audi, Porsche: Die deutsche Autokrise und ihre Folgen für die Arbeitsplätze

Emden läuft zu 33 Prozent. Neckarsulm zu 38. Zwickau, das reine Elektrowerk, zu rund 50. Drei Zahlen, die dieselbe Geschichte erzählen: Volkswagen baut Fabriken, die zur Hälfte oder mehr leerstehen — und zahlt für jedes Fahrzeug, das dort vom Band läuft, einen Aufschlag, den kein europäischer Wettbewerber trägt.

2. Juli 2026

Südkoreas KI-Milliarden: Der Kampf um die globale TechnologieführerschaftAnalyse

Südkoreas KI-Milliarden: Der Kampf um die globale Technologieführerschaft

Die Zahl, die Präsident Lee Jae-myung Ende Juni ausrief, ist so groß, dass sie ihre eigene Bedeutung verschluckt: bis zu eine Billion US-Dollar über zehn Jahre. Das entspricht ungefähr der halben jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes, verteilt auf ein Jahrzehnt und drei Sektoren.

1. Juli 2026