Markus Krösche ist als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat seinem Wunsch am 18. Oktober 2026 entsprochen, und der Verein hat den Schritt öffentlich gemacht. Nach Medienberichten ging dem Schritt ein vertrauliches Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck voraus, der den Wunsch nach Freistellung respektierte.
Was Krösche als Grund nennt
Krösche begründet seinen Schritt nach Medienberichten mit einem Gefühl: Nach über fünf Jahren brauche er eine Veränderung, und dem Klub könne ein neuer Impuls guttun. Zuletzt fehle ihm dafür die nötige Durchschlagskraft. Das ist eine Begründung über Zeit und Verschleiß, nicht über ein einzelnes Ereignis. Die Freistellung trägt damit die Form eines Wunsches, dem der Aufsichtsrat nachkommt.
Was vorausging: der Fall Riera
Seit Saisonbeginn stand Krösche nach Medienberichten in der Kritik, unter anderem wegen der Verpflichtung von Trainer Albert Riera und wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses des Kaders in der Vorsaison. Riera war Krösches Wunschtrainer. Nach dreieinhalb Monaten beendete der Verein die Zusammenarbeit im Mai 2026, kurz nach Saisonende. In 14 Bundesliga-Spielen holte Riera vier Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen, also 1,21 Punkte pro Spiel. Sein Vorgänger Dino Toppmöller kam in derselben Spielzeit auf 1,5 Punkte pro Spiel.
Im Mai erklärte Krösche die Trennung von Riera als gemeinsame Entscheidung. Im Oktober geht er selbst, auf eigenen Wunsch.
Die stärkste Lesart des Vereins ist die schlichte: Nach über fünf Jahren wechselt ein Sportvorstand, und der Wechsel geschah einvernehmlich. Die Abfolge belegt die Kritik als Vorlauf, nicht als Ursache. Ob der Trainerwechsel den Abschied beschleunigte, lässt sich aus den Berichten nicht herleiten; sie stellen zwei Ereignisse nebeneinander.
Wer führt die sportliche Leitung
Entschieden hat der Aufsichtsrat. Nach Medienberichten übernimmt Axel Hellmann die sportliche Leitung vorerst kommissarisch.
Was als Nächstes ansteht
Am Montag, 19. Oktober 2026, tagt die Mitgliederversammlung. Nach Medienberichten wurde der Abschied vor diesem Termin vollzogen, um die Personalie vorab zu klären. Bis zur endgültigen Besetzung führt Hellmann die sportliche Leitung kommissarisch. Erst die dauerhafte Besetzung macht aus dem Abschied eine Linie oder einen Einzelfall.
