Eine amtliche Mitteilung zum Mittags-Einsatz liegt zum Stand dieser Veröffentlichung nicht vor. Belegt ist aus einer Polizei-Pressemitteilung vom selben Tag die nächtliche Vorgeschichte: Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete nach den Pilotenberichten Such- und Detektionsmaßnahmen ein, unter anderem mit einem Polizeihubschrauber. Eine Drohne konnte dabei nicht verifiziert werden. Sechs Flüge waren von den nächtlichen Störungen betroffen – zwei Ankünfte und vier Abflüge verspäteten sich; zwei ankommende Maschinen wichen vorsorglich nach Köln und Prag aus, setzten ihren Flug nach Nürnberg aber später fort. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Ein Polizeisprecher sagte nach Medienberichten zur Mittags-Sperrung: „Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt."
Was Medien berichten – ohne amtliche Bestätigung
Nach Medienberichten sperrte die Polizei den Flughafen um 12:21 Uhr ab, kurz vor der planmäßigen Landung des Fluges XR456 aus Korfu. Die Maschine – ein Airbus A320-200 der Airline Corendon Airlines – landete laut Flightradar24-Daten um 12:16 Uhr sicher. Eurofighter begleiteten das Flugzeug nach Medienberichten vor der Landung.
Ob ein Zusammenhang zwischen der nächtlichen Drohnen-Episode und dem Mittags-Einsatz besteht, ist nicht amtlich bestätigt. Ebenso offen ist, welche Ergebnisse der Polizeieinsatz am Boden nach der Landung erbracht hat und wann der reguläre Flugbetrieb wieder freigegeben wird.
Was als Nächstes ansteht
Die Polizei Nürnberg ist die zuständige Stelle für eine offizielle Bewertung des Mittags-Einsatzes. Sobald eine amtliche Mitteilung vorliegt, wird sich klären, ob die mutmaßliche Luftnotlage bestätigt wird, welche Ursache sie hatte und ob die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen auf den Mittags-Vorfall ausweitet. Reisende sollten die Betriebsmitteilungen des Albrecht-Dürer-Airports verfolgen.
