Am Ende des Protesttags standen nach Medienberichten 150 verletzte Polizisten und Gendarmen und eine Festnahmezahl, die je nach Bericht bei 400 oder bei 1.200 liegt. Die landesweiten Kundgebungen richteten sich nach Berichten gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungswesen. In einzelnen Berichten gehörte auch die Rentenreform zu den Anlässen.

Zahlen zur Teilnahme

Das Innenministerium schätzte die Zahl der Teilnehmenden nach Berichten landesweit auf rund 550.000, davon etwa 110.000 in Paris. Die Organisatoren sprachen von rund 800.000 Menschen. Zwischen beiden Angaben liegen etwa 250.000 Personen.

Zahlen zu Festnahmen und Verletzten

Bei den Festnahmen stehen zwei Zahlen gegeneinander: rund 400 in einem Bericht, 1.200 in mehreren anderen. Der Unterschied beträgt das Dreifache. Die Zahl der verletzten Beamten nennen die Berichte übereinstimmend mit 150.

Was der Innenminister sagte

Innenminister Laurent Nuñez hält das Polizeiaufgebot für nicht zu knapp bemessen: Es sei „nicht unterdimensioniert“ gewesen. Ohne die Sicherheitskräfte, sagte er, hätte es keinen Zug gegeben. Die große Mehrheit der Festgenommenen sei volljährig. Den Ausnahmezustand werde man nicht ausrufen. Im Innenministerium tagte nach Berichten eine Krisenzelle unter Vorsitz des Premierministers.

Welche Verfahren angekündigt sind

Vorab hatte der Justizminister nach Berichten zügige Verfahren bei möglichen Protestdelikten verlangt. Die Regierung sprach von städtischer Gewalt „von unerhörter Schwere“ und kündigte eine „äußerst feste“ justizielle Antwort an. Nuñez erklärte, man werde juristisch vorgehen, um die Plünderer zu finden.

Die Regierungsseite spricht von organisierter Gewalt durch eine „extrem gewalttätige Ultralinke“. Die Organisatoren forderten nach Berichten höhere Löhne, niedrigere Preise und eine bessere Ausstattung der Schulen.

Ob die Festnahmen zu Verfahren führen, entscheiden die Staatsanwaltschaften; ihr Stand ist bis zum 18. Oktober nicht bekannt.