KommentarEin Sender, der Rundfunkgebühren kassiert, um unabhängig zu sein — und dann auslädt, weil ihm ein antifaschistisches Lied zu antifaschistisch ist.
20. Juli 2026
AnalyseEin Schauspieler, den niemand als Star feierte und den trotzdem alle kannten: Achim Wolff, am 13. Oktober 1938 in Berlin geboren, ist am 7. Juli 2026 nach schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 87 Jahre alt.
20. Juli 2026
KommentarFreitagabend, 20:15 Uhr, ZDF: Wanja Mues und Antoine Monot Jr. treten als letztes Duo vor die Kamera, die seit 1981 dasselbe Spiel kennt – ein Anwalt, ein Detektiv, Frankfurt, ein Mord, der aufzuklären ist. 2027 wird damit Schluss sein.
18. Juli 2026
AnalyseSam Neill starb am 13. Juli 2026 in Sydney – an einer Lungenentzündung, nicht an dem Krebs, den er vier Jahre lang bekämpft und besiegt hatte. Sein Tod traf eine Öffentlichkeit, die ihn fast ausschließlich als Dr. Alan Grant aus „Jurassic Park" im Kopf trug. Das war immer die halbe Geschichte.
17. Juli 2026
KommentarEine HBO-Comedy bricht Rekorde, Apple TV+ sahnt wie nie, und die Schauspieler of Color bekommen so wenig wie seit elf Jahren nicht. Das sind die Emmys 2026 — und die Frage, ob das noch irgendwen außerhalb von Hollywood interessiert, beantwortet allein schon das Schweigen drum herum.
16. Juli 2026
KommentarPrinz Harry nannte das Urteil eine „offensichtliche Vertuschung". Elton John schwieg. Richter Matthew Nicklin brauchte 436 Seiten, um zu erklären, warum acht Prominente gegen Associated Newspapers Limited verloren haben — und warum das so sein musste.
14. Juli 2026
KommentarWer Christine Wunnicke gelesen hat, weiß, dass Bücher von 150 Seiten schwerer sein können als Wälzer von 600. Zwei Shortlist-Nominierungen beim Deutschen Buchpreis, der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, jetzt der Georg-Büchner-Preis, dotiert mit 50.000 Euro, Verleihung am 24. Oktober 2026 in Darmstadt: Christine Wunnicke sammelt Auszeichnungen mit derselben Haltung, mit der ihre Figuren durch die Geschichte taumeln — unbeeindruckt, konzentriert, ein wenig abwesend vom Lärm der Umgebung. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat damit einer Autorin den bedeutendsten deutschsprachigen Literaturpreis gegeben, die öffentliche Auftritte meidet und deren Bücher so diskret aufgebaut sind, dass man leicht übersieht, wie viel Sprengstoff in ihnen steckt.
14. Juli 2026
KommentarSam Neill starb am 13. Juli 2026, krebsfrei, unerwartet, 78 Jahre alt. Was bleibt, ist ein Mann, der einen Paläontologen spielte – und damit eine Figur schuf, die schwerer wiegt als die Rolle.
13. Juli 2026
KommentarDie Gegenwart bekommt bei Christine Wunnicke, was sie nicht verdient — Klarheit.
12. Juli 2026
AnalyseNeun Leinenbahnen, zusammengenäht zu einem Werk, das kein Museum der Welt je als Ganzes zeigte. Jetzt liegt der Teppich von Bayeux flach im British Museum — und erzählt, wie 1066 die englische Sprache, das Erbrecht und die politische Ordnung der Insel neu geschrieben wurden.
12. Juli 2026
AnalyseChristine Wunnicke schreibt schmale Bücher über Momente, in denen Wissen versagt. Ihre Figuren — ein japanischer Naturforscher, eine Wachsbildnerin im 18. Jahrhundert, eine indische Fürstin auf Reisen ins Unbekannte — stehen an Schwellen, an denen das Überlieferte aufhört und die Imagination beginnt. Am 9. Juli 2026 zeichnete die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die 1966 in München geborene Autorin mit dem Georg-Büchner-Preis aus — 50.000 Euro, Verleihung am 24. Oktober im Staatstheater Darmstadt. Die Jury sprach von einem „stets überraschenden und souverän konzipierten Erzählwerk".
12. Juli 2026
KommentarDie deutsche Livemusikbranche durchlebt 2026 eine Spaltung, die sie strukturell verändert: oben die Stadionmonster, unten das Sterben auf Raten. Wincent Weiss hat abgesagt.
12. Juli 2026