KommentarDer Mann, der den Tod zur Wanderausstellung machte, ist selbst gestorben — und hat seinen Körper dem eigenen Institut vermacht.
28. Juli 2026
KommentarKatharina Wagner hat die 150. Spielzeit mit einer Ansage eröffnet, die man ihr nicht leicht nachmacht: Sie stellte Hitlers angebliche Lieblingsoper auf die Bühne des Festspielhauses, brachte Michel Friedman auf den Grünen Hügel und ließ Gedenkveranstaltungen für verfolgte jüdische Musiker organisieren, die intern offenbar bis zuletzt umstritten waren. Das ist nicht nichts.
28. Juli 2026
KommentarBayreuth ruft zum Kampf — und ändert nichts
27. Juli 2026
KommentarDie erste „Rienzi"-Premiere auf dem Grünen Hügel ist ein Dokument der Selbstbespiegelung — präzise arrangiert, historisch unvollständig. Katharina Wagner hat „Rienzi" ins Programm des 150. Jubiläumsjahrs gesetzt — jene Oper, deren Ouvertüre Hitler bei seinen Nürnberger Aufmärschen spielen ließ und die er als Jugendlicher in Wien als seinen politischen Erweckungsmoment beschrieben haben soll .
27. Juli 2026
AnalyseDie Siedlung, die 1926 mit Balkonen für alle antrat, bekommt 2026 ihr Ewigkeits-Siegel. Das Komitee tagte in Busan. Berlin jubelte.
26. Juli 2026
AnalyseDer 26. Juli 2026 war ein langer Tag für Hervé Morin. Der Präsident des Regionalrats der Normandie hat seit mindestens 2008 dafür gearbeitet, dass Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach auf der Welterbeliste der UNESCO stehen. Achtzehn Jahre Anträge, Gutachten, Revisionen — dann, in Busan, fiel die Entscheidung. Die Strände sind Welterbe.
26. Juli 2026
KommentarDer Antisemit Richard Wagner musste Michel Friedman am 26. Juli 2026 zuhören — 150 Jahre nach der ersten Festspielsaison, im Haus, das Wagner für sich bauen ließ, vor einem Publikum, das für ein Ticket bis zu vier Jahren wartet. Friedman nannte Wagner einen „furchtbaren Antisemiten", den Grünen Hügel „Nazigeschichte" und den Judenhass das Thermometer für den Zustand der Demokratie. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte die Rede „historisch". Katharina Wagner zeigte sich erfreut.
26. Juli 2026
AnalyseAm 25. Juli 2026 setzte das Welterbekomitee in Busan zwei Namen auf die Liste: Hanklit und Knudeklint, Steilklippen an der dänischen Limfjord-Küste, reich an 55 Millionen Jahre alten Fossilien. Gleichzeitig erhielten die Medinas der historischen Sultanate der Komoren ihre erste Welterbe-Auszeichnung überhaupt. Zwei Entscheidungen, ein Verfahren, sehr verschiedene Ausgangslagen.
26. Juli 2026
AnalyseElon Musk will Christopher Nolans Odyssee schlagen. Mit einem KI-Tool, das bislang 15-Sekunden-Clips produziert.
25. Juli 2026
KommentarZum 150. Geburtstag inszeniert der Grüne Hügel vor allem eines: seine eigene Bedeutung.
25. Juli 2026
AnalyseFür drei Wochen im Sommer 2026 hängen an 24 Litfaßsäulen, Großplakat- und LED-Flächen in Güstrow keine Matratzenangebote und keine Versicherungswerbung. Stattdessen: Arbeiten von Studierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald, die sich mit Tabus, Körperpolitik und dem Rauschen urbaner Bildwelten befassen.
25. Juli 2026
AnalyseSechzehn Stockwerke hoch, 125 Meter, das höchste bewohnbare Gebäude der DDR — das Interhotel Stadt Berlin am Alexanderplatz stand nicht dort, weil es gut lag, sondern weil es gesehen werden sollte. Heute heißt es Park Inn, seine Fassade ist so bunt gekachelt, dass man sich fragt, ob die Nachwendejahre mehr verändert haben als die DDR selbst.
24. Juli 2026