Kultur: Beiträge vom 20. bis 24. Juli 2026

Archiv · Seite 8
Die generative Ödnis: Wenn Hollywood seine eigene Substanz automatisiertKommentar

Die generative Ödnis: Wenn Hollywood seine eigene Substanz automatisiert

Ein Regisseur, der einst Apartheid in Bezirk 9 destillierte, testet jetzt, wie billig ein Film sein kann.

24. Juli 2026

Das Luxus-Celluloid: Wie Hollywood die Kino-Exklusivität erzwingtAnalyse

Das Luxus-Celluloid: Wie Hollywood die Kino-Exklusivität erzwingt

Christopher Nolan hat „The Odyssey" vollständig auf analogem 70mm-IMAX-Film gedreht — ein Format, das weltweit weniger als 40 Kinos abspielen können, in der Europäischen Union gerade einmal drei. Was als künstlerische Entscheidung gilt, erzeugt gleichzeitig eine Marktstruktur, in der Tickets für Tausend Dollar auf eBay stehen.

23. Juli 2026

Die Angst der AnstaltKommentar

Die Angst der Anstalt

Das ZDF lädt einen Rapper aus einer Satiresendung aus – und liefert damit eine bessere Satire, als er sie hätte spielen können.

23. Juli 2026

Der feine Spott: Wie Irans Jugend die Diktatur wegfotografiertKommentar

Der feine Spott: Wie Irans Jugend die Diktatur wegfotografiert

Ein Pariser Modekonzern dreht einen Werbespot, besetzt ihn mit einem blassen britischen Schauspieler im Cordsakko, und plötzlich erinnern sich Millionen Iranerinnen und Iraner an ihre Väter.

23. Juli 2026

Der Ton, der die Silhouette prägteKommentar

Der Ton, der die Silhouette prägte

Plas Johnson hat zwei Takes gebraucht. Nur zwei — für eine der meistgehörten Melodien der Filmgeschichte.

22. Juli 2026

Staatliche Symbolik im Beton: Wenn der Polizeiposten das Erbe überschreibtKommentar

Staatliche Symbolik im Beton: Wenn der Polizeiposten das Erbe überschreibt

Der Bauschutt aus dem Umbau von Hitlers Geburtshaus wurde geschreddert und mit anderem Material vermischt – aus Angst, er könnte als Devotionalie enden. Das ist kein Kuriosum am Rand der Geschichte, sondern das Programm in seiner reinsten Form.

22. Juli 2026

Rolling Stones: Mehr als nur Nostalgie auf 'Foreign Tongues'?Kommentar

Rolling Stones: Mehr als nur Nostalgie auf 'Foreign Tongues'?

Mick Jagger ist 82. Keith Richards ist ebenfalls 82. Ihr 25. Studioalbum führt die deutschen Charts an — mit 61 Jahren Abstand zum letzten Nummer-eins-Album, was keiner Band je gelang. Der Guardian überschreibt seine Kritik mit den Worten „stomping blues and anti-Musk politics make this another late triumph".

21. Juli 2026

Auftrag: Wagner-Debatte: Jubiläum der Festspiele wirft Fragen aufAnalyse

Auftrag: Wagner-Debatte: Jubiläum der Festspiele wirft Fragen auf

Beim 150-jährigen Jubiläum der Festspiele eskaliert die Debatte über Antisemitismus und Aufarbeitung — ausgelöst durch eine Panne, die das eigentliche Problem freilegt.

20. Juli 2026

Rolling Stones: Mehr als nur Nostalgie auf "Foreign Tongues"Analyse

Rolling Stones: Mehr als nur Nostalgie auf "Foreign Tongues"

Gitarrenlastiger, roher, gelegentlich politisch: "Foreign Tongues" erschien am 10. Juli 2026 und ist das 25. Studioalbum der Rolling Stones. Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood haben sich dafür einen Monat in die Metropolis Studios in West-London eingeschlossen.

20. Juli 2026

Jugend in Ostdeutschland: Zwischen Erbe und Eigenem im Film "Etwas ganz Besonderes"Kommentar

Jugend in Ostdeutschland: Zwischen Erbe und Eigenem im Film "Etwas ganz Besonderes"

Eva Trobischs Film erledigt den Osten-Diskurs, indem er ihn schlicht vergisst.

20. Juli 2026

Retro-Revival: Warum der VHS-Look mehr als nur Nostalgie istAnalyse

Retro-Revival: Warum der VHS-Look mehr als nur Nostalgie ist

Zehn Jahre nach seinem Start dreht Netflix „Stranger Things" durch eine digitale Zeitmaschine — und bringt das Ergebnis am 15. Juli 2026 als „VHS Special Edition" auf den Markt. Die erste Staffel erscheint seither im 4:3-Format, körnig und weichgezeichnet, mit Farbabweichungen, Tracking-Störungen und einem angegrauten Netflix-Intro. Ein Streaming-Konzern verkauft bewusste Qualitätsverschlechterung als Mehrwert.

20. Juli 2026

Marjane Satrapis Erbe: Wenn Kunst die Politik herausfordertKommentar

Marjane Satrapis Erbe: Wenn Kunst die Politik herausfordert

Marjane Satrapis Tod hat etwas freigelegt, das wir zu kennen glaubten und doch verdrängt hatten: dass ein Kindheitsbuch über Teheran und Wien mehr politische Sprengkraft entfaltet hat als die meisten Parlamentsdebatten seiner Zeit.

20. Juli 2026