AgendaKatherina Reiche ist ehemalige Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und hat am 29. Juli 2026 die EEG-Novelle durch das Kabinett gebracht — ein Beschluss, der den Netzausbau und den Ausbau erneuerbarer Energien enger verzahnen soll. Ihr bester nächster Zug: eine verbindliche Öffnungsklausel für netzgekoppelte Großspeicher in den Gesetzentwurf aufnehmen, bevor der parlamentarische Geschäftsgang beginnt.
30. Juli 2026
AgendaJohann Wadephul ist Bundesminister des Auswärtigen und damit der Mann, der Deutschlands Haltung zu einer europäischen Marinepräsenz im Persischen Golf auf EU-Ebene formal einbringen kann. Sein bester nächster Zug: dem Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU binnen einer Woche einen Dringlichkeitsantrag zur Entsendung einer eigenständigen europäischen maritimen Schutzmission für den Persischen Golf und die Straße von Hormus vorlegen.
30. Juli 2026
AgendaMark Branson ist Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und seit dem 29. Juli 2026 auch formell zuständig für die Marktüberwachung von KI-Systemen im deutschen Finanzsektor. Sein nächster Zug: eine verbindliche Verwaltungsvorschrift erlassen, die alle beaufsichtigten Kreditinstitute zur standardisierten Offenlegung und externen Auditierbarkeit ihrer automatisierten Kredit- und Scoring-Algorithmen verpflichtet.
29. Juli 2026
AgendaKatherina Reiche ist Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und damit zuständig für die Förderinstrumente des Deutschlandfonds — einschließlich der Frage, welche Betriebe wie schnell Geld sehen. Ihr bester nächster Zug: eine gesonderte Richtlinie erlassen, die energieintensiven Mittelständlern Sofortauszahlungen aus dem Deutschlandfonds mit verbindlichen Bearbeitungsfristen garantiert.
29. Juli 2026
AnalyseWashingtons Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa zielt auf eine neue Lastenverteilung — Berlins Antwort darauf ist ein Rüstungskauf, der die Asymmetrie nicht abbaut, sondern vertieft.
29. Juli 2026
AnalyseEin Kanzler entscheidet, ein Minister geht, ein Nachfolger sagt ab, ein zweiter wird gefunden. Drei Tage, vier Nachrichten, ein Ressort ohne Führung.
29. Juli 2026
KommentarDie GKV kostet jeden Beitragszahler schon heute rund 740 Euro im Jahr für Leistungen, die nicht ihm, sondern der Gesellschaft zugutekommen — und der Bund deckt davon weniger als ein Viertel. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz stieg von 1,6 % (2023) auf 3,13 % (März 2026) — ein Anstieg um fast das Doppelte in drei Jahren.
28. Juli 2026
AnalyseEin Attentat auf den Berliner CSD, Tote auf einer Demonstration für queere Rechte – und drei Tage später fordern die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil sowie Generalsekretär Kevin Kühnert, das Grundgesetz zu ändern. Die Forderung ist nicht neu. Ob sie diesmal trägt, hängt von einer Frage ab, die das Briefing der Partei offen lässt: Was kann eine Verfassungsänderung gegen politische Gewalt ausrichten?
28. Juli 2026
KommentarDeutschland behandelt Wasser wie eine ewige Rente — verfügbar, verlässlich, unbegrenzt teilbar. Diese Annahme steckt in jeder Leitung, jeder Kläranlage, jedem Gebührenbescheid. Angesichts versalzender Binnengewässer und einer EU-Verordnung, die seit einem Jahr gilt und noch immer nicht in nationales Recht überführt ist, wird aus einer stillschweigenden Grundannahme ein strukturelles Versagen.
28. Juli 2026
AgendaFriedrich Merz ist Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und — kraft dieses Amts — der einzige Akteur, der dem Deutschen Bundestag einen Regierungsentwurf für einen Nachtragshaushalt zuleiten kann. Seit dem deutsch-französischen Ministerrat in Nörvenich und Brühl am 17. Juli 2026 klafft zwischen strategischem Versprechen und haushaltssichernder Umsetzung eine Lücke, die größer wird, je länger sie offenbleibt: Die Bundeswehr nimmt im Herbst 2026 erstmals an einer französischen Nuklearübung teil — budgetär steht dafür kein verbindlicher Rahmen.
28. Juli 2026
AgendaLydia Hüskens ist Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt und trägt in dieser Koalitionsregierung die Zuständigkeit für Verwaltungsmodernisierung. Ihr bester nächster Zug: eine ressortübergreifende Verwaltungsvorschrift erlassen, die sämtliche untergesetzlichen Normen des Landes sofort unter Prüfvorbehalt stellt – und jede Regel, die binnen 30 Tagen ihre zwingende Erforderlichkeit nicht belegen kann, bis auf weiteres aussetzt. --- Lydia Hüskens sollte als Ministerin für Infrastruktur und Digitales eine ressortübergreifende Verwaltungsvorschrift erlassen, die ein sofortiges Prüfmoratorium für alle untergesetzlichen Normen des Landes Sachsen-Anhalt auslöst.
28. Juli 2026
KommentarWer verstehen will, in welcher Lage Sachsen-Anhalt sechs Wochen vor der Wahl steckt, muss eine einzige Zahl ernst nehmen: 41 Prozent. So viel bekommt die AfD in der INSA-Umfrage vom 23. Juli 2026, ein Prozentpunkt weniger als noch Anfang des Monats.
28. Juli 2026