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Donald Trump

210 Beiträge, in denen Donald Trump namentlich vorkommt.

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  1. Person

    Wollen und Wirken: Wladimir Putin

    Wladimir Putin regiert Russland seit 1999 — mit kurzer formaler Unterbrechung. Bilanziert wird der Zeitraum vom 1. bis 26. September 2026.

    3. Oktober 2026

  2. Analyse

    Wenn ein Wort eine Regulierung ersetzt

    Trumps Dekret zur Umbenennung von „Artificial Intelligence" in „Super Intelligence" ist mehr als Symbolpolitik — es verändert, wer die Deutungshoheit über die gefährlichste Technologie der Gegenwart hat.

    30. September 2026

  3. Analyse

    Wie das Kennedy Center geschlossen wird

    Das Kennedy Center in Washington schließt seine Türen — offiziell wegen Baumängeln, tatsächlich wegen eines Namens. Am 15. September 2026 stimmte das Kuratorium für eine zweijährige Schließung zur Renovierung . Dass kurz davor ein Stück Decke herunterfiel, war praktisch .

    28. September 2026

  4. Analyse

    Amerikanische Verbrenner-Subvention auf Kosten des Klimas

    CAFE-Kurswechsel in Washington · Die Trump-Regierung senkt die Spritsparvorgaben auf 34,5 Meilen pro Gallone bis 2031 — gut die Hälfte des Biden-Ziels. Was kurzfristig 930 Dollar pro Neuwagen spart, kostet Verbraucher bis 2050 das Fünfzehnfache.

    27. September 2026

  5. Analyse

    Washingtons Diesel-Stopp trifft Deutschlands verletzlichste Flanke

    Wenn Washington eine Schraube dreht, spürt Berlin den Druck — aber die Schraubenzieher liegen an der Spree.

    27. September 2026

  6. Kommentar

    Akkreditierung als Waffe: Trumps Medienverbot ist kein Ausrutscher

    Zugang verweigert, Klage eingereicht, Gericht angerufen, Urteil verkündet — und der Zutritt trotzdem verweigert.

    26. September 2026

  7. Analyse

    Washingtons Arktis-Pakt macht Brüssels Strategie zum Papiertiger

    Unterzeichnet, unbefristet, ohne Ablaufdatum: Am 22. September 2026 besiegelten die USA, Dänemark und Grönland am Rande der UN-Generalversammlung ein Sicherheitsabkommen, das Washington dauerhafte Kontrolle über die Sicherheitsbelange der Insel sichert. Brüssel hatte Mitte September ein eigenes Partnerschaftspaket über 200 Millionen Euro für Grönland angekündigt. Wer in New York die entscheidende Unterschrift leistete, war nicht die EU-Kommission.

    26. September 2026

  8. Analyse

    Verlag, Ruhm und Algorithmus: Was der Fall Orélien wirklich enthüllt

    Wer entscheidet, was Literatur ist — und wer sie geschrieben hat?

    25. September 2026

  9. Analyse

    Ein Vertrag ohne Vertragsbasis: Wie Kanada die EU zur Systemfrage zwingt

    Von der Leyen hat Kanada am 16. September 2026 eine assoziierte EU-Mitgliedschaft angeboten – ein Status, der in keinem EU-Vertrag existiert. Carney ist offen, Trump tobt. Das Briefing für den Gipfel in Montreal Ende Oktober 2026 ist ernüchternd leer.

    24. September 2026

  10. Analyse

    Wenn Washington den Hahn zudreht

    Analyse · Energie · USA Die USA prüfen, Diesel nicht mehr ins Ausland zu verkaufen. Wer das für eine innenpolitische Marginalie hält, unterschätzt, wie tief Amerika in den globalen Kraftstoffmarkt eingewachsen ist.

    23. September 2026

  11. Person

    Wollen und Wirken: Wolodimir Selenski

    Wolodimir Selenski ist seit Mai 2019 Präsident der Ukraine. Bilanziert wird der Zeitraum der zurückliegenden 30 Tage — August bis Anfang September 2026. Das Recherche-Briefing deckt diesen Zeitraum nur lückenhaft ab; die belegten Vorgänge stammen überwiegend aus früheren Phasen seiner Präsidentschaft. Wo das Material keine datierte Aussage für den aktuellen Berichtszeitraum trägt, wird das ausgewiesen.

    23. September 2026

  12. Analyse

    Nukleares Nichts: Wie Washington Teheran treibt und die Kontrolle verliert

    Die IAEA kann seit mehr als sechs Monaten nicht mehr prüfen, wo das iranische Uran lagert, wie viel davon existiert und in welchem Zustand die Zentrifugen sind. Gleichzeitig steigt der Brent-Ölpreis über 97 Dollar je Barrel, weil Teheran eine Sperrzone in der Straße von Hormus ankündigt, durch die ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft. Die US-Regierung unter Donald Trump sanktioniert iranische Beschaffungsnetzwerke und plant, militärische Optionen erst nach den Midterms im November 2026 wieder auf den Tisch zu legen.

    23. September 2026

  13. Analyse

    Drei Stunden New York: Was der direkte Draht nach Teheran über Trumps Iran-Strategie verrät

    Amerikanische und iranische Unterhändler haben sich am Rande der UN-Vollversammlung in New York zu einem dreistündigen Gespräch getroffen — dem ersten direkten Kontakt dieser Art seit Monaten. Jared Kushner und Steve Witkoff saßen für die US-Seite am Tisch; der iranische Außenminister Abbas Araghchi leitete die Delegation aus Teheran.

    23. September 2026

  14. Analyse

    Cranach in Pasadena, Aquarelle in Auschwitz: Was zwei Klagen über den US-Kunstbetrieb verraten

    Zwei Diptychon-Tafeln aus dem Jahr 1530, lebensgroß in Öl auf Holz, und sieben Aquarelle, die eine Häftlingsfrau unter Todesdrohung malte — das sind die Gegenstände, an denen im September 2026 amerikanisches Kunstrecht auf seinen historischen Kern stößt.

    22. September 2026

  15. Kommentar

    Das Ablenkungsmanöver mit Ahornblatt

    Ein Angebot, das noch niemand ausformuliert hat, von einer Kommissionspräsidentin, die ihre letzte Amtszeit gestalten will — und ein Premierminister, der seinen Rücken zur Mauer von Washington spürt.

    22. September 2026

  16. Analyse

    Die entkoppelte Anstalt: Warum die FIFA-Kritik aus Deutschland verpufft

    Auf einem KI-Festival in Berlin forderte Hans-Joachim Watzke am 17. September 2026 den sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino — ohne Wenn und Aber, wie er sagte. Der Mann, der das fordert, sitzt im UEFA-Exekutivkomitee und damit in einem Gremium, das seit Jahren mit der FIFA verhandelt, kooperiert und Einnahmen teilt.

    21. September 2026

  17. Analyse

    Wenn 4 Prozent zu viel werden: Spaniens strukturelle Wette auf den US-Markt

    Spaniens Exporte in die USA machen rund 4,2 Prozent des gesamten spanischen Außenhandels aus — auf den ersten Blick eine überschaubare Abhängigkeit. Doch hinter dieser Zahl stecken Sektoren, für die der amerikanische Markt schlicht unersetzbar ist: Olivenöl, Schaumwein, Medizintechnik, Chemie.

    20. September 2026

  18. Analyse

    Kennedy Center: Wie ein Vorstand das Kulturerbe als Verhandlungsmasse einsetzt

    Ein Bundesgericht stoppt die Umbenennung — der Trump-treue Vorstand antwortet mit Schließung Das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington sollte ab September 2026 sofort und für zwei Jahre schließen. Bundesrichter Christopher Cooper stoppte auch das.

    20. September 2026

  19. Analyse

    Trumps Fünf-Tausend-Dollar-Wette: Ein Versprechen, das der Anleihemarkt bereits beantwortet hat

    20. September 2026

  20. Analyse

    Pituffik und danach: Was das Arktis-Abkommen wirklich regelt

    Drei Regierungen, ein Abkommen, viele offene Zeilen: Was Donald Trump als „dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit" Grönlands verkauft, trifft auf Dänemarks Formel von der gewährten Souveränität und Nuuks Versicherung, sein Selbstbestimmungsrecht bleibe gewahrt. Alle drei sagen etwas anderes über dasselbe Dokument — dessen Volltext bislang nicht öffentlich ist.

    19. September 2026

  21. Analyse

    Brüssel kauft sich in die Arktis ein

    Grönlands Küsten schmelzen, Washingtons Appetit wächst — die EU antwortet mit 200 Millionen Euro und einer offenen Frage: Kauft das Geld wirklich Einfluss?

    18. September 2026

  22. Agenda

    Carneys beste Idee: eine förmliche Regierungserklärung und den Entwurf eines Mandats zur Aufnahme von Verhandlungen über eine assoziierte EU-Mitgliedschaft in das kanadische Parlament einbringen

    Mark Carney ist Premierminister von Kanada und verfügt als Regierungschef über die exekutive Vollmacht, Verträge zu verhandeln und Parlamentsdebatten anzustoßen. Sein bester nächster Zug: eine förmliche Regierungserklärung und den Entwurf eines Mandats zur Aufnahme von Verhandlungen über eine assoziierte EU-Mitgliedschaft binnen 14 Tagen in das Unterhaus einzubringen.

    18. September 2026

  23. Kommentar

    Papier schlägt Barrel: Warum der Venezuela-Deal die Ölpreise nicht rettet

    Washingtons Abkommen mit Caracas klingt nach Energiewende in Eigenregie: 65 Milliarden Barrel, 100-jährige Konzessionen, das US-Verteidigungsministerium als Anteilseigner. Was fehlt, ist das Öl — das förderfähige, das schnell verfügbare, das profitable.

    18. September 2026

  24. Kommentar

    Drei Stunden, 72 Stunden, kein Ergebnis

    Steve Witkoff und Jared Kushner haben am 5. und 6. September 2026 etwas getan, das viele für aussichtslos halten: Putin und Selenskyj innerhalb von 48 Stunden persönlich zu treffen, mit einem Friedensplan in der Tasche, dessen Inhalt niemand kennt. Das Ergebnis ist bekannt. Russland lobte die Gespräche als „äußerst offen und vertrauensvoll" — und nahm die Angriffe auf die Ukraine, auch auf Kiew, nach Ablauf der selbst verhängten 72-stündigen Feuerpause wieder auf.

    17. September 2026

  25. Analyse

    Kein Name, kein Bescheid: Washingtons Visadruck auf Pretoria

    Die USA haben Visabeschränkungen gegen südafrikanische Regierungsvertreter verhängt — ohne einen einzigen Namen zu nennen. Hinter dieser Leerstelle steckt Kalkül.

    17. September 2026

  26. Analyse

    Washingtons Verhandlungsdruck lässt die Front kalt

    Steve Witkoff und Jared Kushner sitzen am 5. September 2026 drei Stunden mit Wladimir Putin zusammen. Putin nennt die Gespräche „nützlich, aber sehr schwierig". Zwei Tage später greift Russland Kiew erneut mit ballistischen Raketen an.

    17. September 2026

  27. Analyse

    Washingtons Schleife: Wie der Iran-Krieg seine eigene Exit-Strategie frisst

    Sechs Monate nach dem Beginn direkter Angriffe auf den Iran hat das Pentagon über 7.000 Ziele getroffen – und kein Ende formuliert.

    15. September 2026

  28. Analyse

    Wenn ein Name zur Waffe wird

    Donald Trump hat angeordnet, den Ontariosee per Dekret in „Lake America" umzubenennen . Google Maps und Apple Maps zeigen US-Nutzern seither den neuen Namen .

    15. September 2026

  29. Analyse

    Straße von Hormus: Wie der Krieg den Seehandel dauerhaft neu berechnet

    Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist seit dem 28. Februar 2026 auf nahezu null zusammengebrochen – durch eine Engstelle, die vor Kriegsbeginn rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels und ein Fünftel des global gehandelten Flüssigerdgases trug. Was begann als militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, hat sich zu einer dauerhaften Umkalibrierung des globalen Energietransports entwickelt: Reedereien, Versicherungen und Staatsfonds rechnen den Konflikt inzwischen als strukturellen Kostenfaktor ein – nicht als Ausnahme.

    15. September 2026

  30. Analyse

    Venezuelas Öl als Waffe: Wie Washington den Iran-Krieg mit Reserven finanziert

    Washingtons Venezuela-Deal ist kein Handelsabkommen. Er ist der Versuch, einen laufenden Krieg durch Reservenzugriff preispolitisch zu unterfüttern – und damit traditionelle Verbündete vor eine Wahl zu stellen, die niemand gestellt haben wollte.

    15. September 2026

  31. Kommentar

    Washingtons maximale Härte, Jordaniens Abfangraketen, Teherans Kalkül

    Während der Iran Raketen auf die Muwaffaq-Salti-Basis in Jordanien abfeuert, verbraucht die US-Luftverteidigung dort dreißig Patriot-Raketen für einen Angriff, der keine amerikanischen Soldaten tötet – aber achthundert Seemeilen entfernt kostet Brent-Öl über 120 Dollar pro Barrel. Iran griff die US-Militärbasis Muwaffaq Salti in Jordanien mit Raketen an; jordanische und US-Abwehrsysteme fingen nach eigenen Angaben 18 von 20 Geschossen ab.

    15. September 2026

  32. Analyse

    Der Supreme Court setzt der Exekutive eine Grenze – vorerst

    Neun Wochen vor den US-Zwischenwahlen hat der Oberste Gerichtshof die Trump-Administration daran gehindert, Briefwahlbeschränkungen über den Postdienst durchzusetzen. Die Entscheidung im Fall Postal Service v. California (26A305) ist knapp, aber folgenreich: Sie zeigt, wo die institutionellen Sicherungen des amerikanischen Wahlrechts noch halten.

    15. September 2026

  33. Analyse

    Tiangong Ultra läuft schneller als Usain Bolt – und niemand weiß, was das bedeutet

    In Peking laufen Maschinen schneller als Menschen. Und in Seattle schreibt ein Milliardär sechstausend Wörter darüber, dass die Welt darauf nicht vorbereitet ist.

    15. September 2026

  34. Kommentar

    Bessents Druckpolitik: Washington kämpft in Teheran, aber zielt auf Peking

    Kommentar Die US-Sanktionen gegen den Iran sind kein Instrument zur Befriedung des Nahen Ostens. Sie sind ein Werkzeug zur Blockbildung — und ihr eigentlicher Adressat sitzt in Peking.

    14. September 2026

  35. Analyse

    Trumps Energie-Moratorium: verkündet, nicht bestätigt

    Sicherheitsgarantien für ukrainische Infrastruktur · Analyse Donald Trump erklärte Anfang 2026 via Truth Social, Russland und die Ukraine hätten sich auf einen gegenseitigen Verzicht auf Angriffe gegen Energieanlagen geeinigt. Weder Moskau noch Kiew bestätigte das umgehend in dieser Form.

    14. September 2026

  36. Analyse

    Nordamerikas Lieferkette zahlt Trumps Zollrechnung

    Der Streit um Lkw-Zölle hat im August 2026 den letzten Verhandlungsversuch zwischen Washington und Ottawa beendet. Seitdem laufen 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren – und Kanada schlägt zurück.

    14. September 2026

  37. Analyse

    Zwischen Legitimation und Beschuss: Was Wahlen in der Ukraine kosten würden

    Selenskyjs Amtszeit lief im Mai 2024 aus. Das Parlament wurde 2019 gewählt und wäre ebenfalls 2024 neu zu besetzen gewesen.

    14. September 2026

  38. Person

    Wollen und Wirken: Recep Tayyip Erdoğan

    Recep Tayyip Erdoğan ist seit Mai 2023 Präsident der Türkei für eine dritte Amtszeit. Diese Bilanz erfasst den Zeitraum bis August 2026, in dem ein trilaterales Verteidigungsabkommen mit Saudi-Arabien und Pakistan den Monat dominierte.

    3. September 2026

  39. Person

    Wollen und Wirken: Lula da Silva

    Luiz Inácio Lula da Silva, seit Januar 2023 zum dritten Mal Präsident Brasiliens, bilanziert einen Monat, in dem zwei Brüche sichtbar wurden: außenpolitisch der schärfste Handelskrach mit Washington seit Jahren, innenpolitisch die wachsende Distanz zwischen seinem Klimaversprechen und dem, was der Kongress tatsächlich beschließt. Der Zeitraum umfasst die letzten dreißig Tage bis Ende Juli 2026.

    1. September 2026

  40. Analyse

    Israel besteht am Hermon – und verändert die Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens

    Wer dauerhaft auf dem höchsten Gipfel der Region steht, kontrolliert mehr als einen Berghang.

    25. August 2026

  41. Analyse

    103.265 Dollar pro Visum: Wie die USA den globalen Talentwettbewerb neu verteilen

    Wer hochqualifizierte Fachkräfte aus Indien oder China in die USA holen will, soll künftig mehr als 100.000 Dollar allein an Gebühren zahlen. Das verschiebt den Wettbewerb um digitale Experten — zugunsten von Kanada, Deutschland und, überraschend, China selbst.

    25. August 2026

  42. Analyse

    Wenn der Kriegszustand die Wahlurne schluckt

    Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung seines ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach Parlamentswahlen zurückgewiesen. Abstimmungen während des Krieges würden das Land „spalten", sagt der Präsident — ein Tsunami für den Staat. Fedorow hält dagegen: Demokratie sei kein Luxus der Friedenszeit.

    23. August 2026

  43. Analyse

    Führungsvakuum im US-Heer: Wenn die Spitze fehlt, steht alles still

    Das US-Heer hat seit April 2026 keinen vom Senat bestätigten Stabschef. Nun verlässt auch Heeressekretär Dan Driscoll das Amt – voraussichtlich noch vor Jahresende 2026.

    23. August 2026

  44. Analyse

    Teherans Drohkulisse: Wie der Iran wirtschaftlichen Druck in Sicherheitsrisiko übersetzt

    Zwanzig Millionen Barrel Rohöl täglich, ein Fünftel des weltweiten Flüssiggashandels, mehr als 60 Prozent der Lebensmittelimporte der Golfstaaten — all das läuft durch eine Wasserstraße, die an ihrer engsten Stelle kaum 34 Kilometer breit ist. Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, hat diese Enge in diesen Tagen zum Instrument einer Drohstrategie gemacht: Wer die Wirtschaftskriegsführung der USA unterstütze, werde als Feind betrachtet; die Straße von Hormus werde notfalls gesperrt oder mit Transitgebühren belegt.

    23. August 2026

  45. Kommentar

    Netanjahu blockiert – und weiß genau, warum

    Benjamin Netanjahu hat dieser Tage einen Friedensplan abgelehnt, den sein wichtigster Verbündeter ausgehandelt hatte. Jared Kushner reiste nach Kairo, traf sich mit ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi, warb dann in Jerusalem für den 15-Punkte-Plan des sogenannten Gaza-Friedensrats – und kam mit leeren Händen zurück. Die Quellen belegen nicht, dass Kushner sich mit Hamas-Vertretern traf.

    22. August 2026

  46. Analyse

    Amerika rollt 8,3 Billionen Dollar in einem Jahr – und zahlt dafür den Preis

    Rund ein Drittel der von privaten Investoren gehaltenen US-Staatsschulden wird bis Sommer 2027 fällig. Was nach Finanzplanung klingt, ist das strukturelle Ergebnis einer Strategie, die Washington unter Druck gesetzt hat: Die USA finanzieren ihre Rekordschulden immer stärker über kurzfristige Papiere – und jede Fälligkeit ist eine neue Wette auf den nächsten Zinssatz.

    18. August 2026

  47. Kommentar

    Deutsche Konzerne haben den Abzug zu lange hinausgezögert

    Weltwirtschaft · Trumps Zollregime ist keine Delle im transatlantischen Regelwerk — es ist das Ende davon. Deutsche Investoren haben das verstanden.

    17. August 2026

  48. Kommentar

    Ocasio-Cortez besetzt das Körperrecht als politisches Terrain

    Wenn Frauen den Entscheidungsspielraum über ihren Körper verlieren, dann oft in zwei Schritten: zuerst politisch, durch Gesetze und Urteile — und dann kulturell, durch das Schweigen über das, was bleibt. Alexandria Ocasio-Cortez dreht diesen zweiten Schritt öffentlich um.

    17. August 2026

  49. Kommentar

    Kushners Umgehung löst Netanyahus Problem nicht

    Washington verhandelt mit Hamas-Chef Khalil al-Hayya in El-Alamein — und lässt Jerusalem bewusst außen vor. Das ist kein Versehen, sondern Methode. Und genau darin liegt das Problem.

    17. August 2026

  50. Analyse

    Zwanzig Milliarden im Zangengriff

    Trumps Zölle treffen kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar — das ist nicht Handelspolitik, sondern Systemprüfung. Wer zahlt, wer klagt, und was das für Brüssel bedeutet.

    16. August 2026

  51. Analyse

    Seemacht ohne Seerecht: Wie Trumps Hormus-Kalkül an Artikel 38 scheitert

    Sicherheit auf See · Straße von Hormus, August 2026 Täglich passierten vor dem Konflikt 138 Schiffe und 20 Millionen Barrel Öl ein Nadelöhr von 33 Kilometern Breite an der engsten Stelle – doch seit dem 14. Juli 2026 ist der Verkehr durch die Straße von Hormus stark reduziert. Die US-Streitkräfte haben seitdem 62 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.

    16. August 2026

  52. Analyse

    Wenn der Präsident gegen den Vermieter verliert

    Der US-Präsident wollte den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen und durch einen 8.360 Quadratmeter großen Ballsaal ersetzen. Das Berufungsgericht für den District of Columbia Circuit hat ihm das mit 2:1 Stimmen verboten.

    15. August 2026

  53. Kommentar

    Obamas Vermächtnis trägt er nicht allein

    Barack Obama hat Chicago immer als seinen eigentlichen Anfang bezeichnet, nicht Hawaii, nicht Harvard. Beim Festakt zur Eröffnung des Obama Presidential Center auf der South Side machte er am Samstag deutlich, warum das mehr ist als Herkunftsmythologie — und lieferte dabei einen der konzentriertesten demokratiepolitischen Auftritte seit seiner Präsidentschaft.

    13. August 2026

  54. Analyse

    Islamabad als Scharnier: Wie Pakistan zwischen Washington und Teheran vermittelt

    Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte am 11. August 2026 gegenüber Bloomberg News, die USA und der Iran stünden kurz vor einer Vereinbarung zur Straße von Hormus — „Signale in den letzten zwei bis drei Tagen" deuteten auf eine Einigung hin. Was wie eine beiläufige Einschätzung klingt, beschreibt eine ungewöhnliche diplomatische Architektur: Islamabad fungiert als Nachrichtenzentrale zwischen zwei Mächten, die seit 1979 keine regulären Botschaften unterhalten.

    12. August 2026

  55. Analyse

    Teherans zweite Spur: Wie Iran die Straße von Hormus ohne Washington neu ordnet

    Teheran und Maskat verhandeln eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus — und die USA sitzen nicht am Tisch.

    11. August 2026

  56. Analyse

    Netto-Null auf dem Papier, Erdgas in der Erde

    Amazon baut in Texas ein Gaskraftwerk, das größer ist als jede bestehende Einzelanlage in den USA – und stellt es exklusiv seinen Rechenzentren zur Verfügung. Was das über die Buchführungslogik des gesamten Sektors verrät.

    11. August 2026

  57. Kommentar

    Trumps Droh-Diplomatie scheitert an der Meerenge

    Teheran verlangt den Abzug der US-Streitkräfte aus der gesamten Region, die bedingungslose Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und eine vollständige Entschädigung für Kriegsschäden — und setzt damit eine Messlatte, die Washington erkennbar nicht überspringen will. Donald Trump antwortet darauf mit dem Hinweis, man betreibe das Ganze gerade „low-key": Iran leide unter Inflation, die Staatskasse leere sich, die Zeit arbeite für Amerika.

    11. August 2026

  58. Analyse

    Schiffsverkehr durch Hormus halbiert – Teherans Parlamentsentwurf trifft leere Häfen

    Straße von Hormus, August 2026 Täglich passieren heute rund 16 Schiffe die Straße von Hormus. Vor dem Krieg waren es bis zu 140. Der Unterschied ist keine Wirkung des iranischen Parlamentsentwurfs – sondern der amerikanischen Seeblockade.

    8. August 2026

  59. Analyse

    Infantinos gescheiterter Milliarden-Deal zeigt, wo die FIFA ihre Grenzen hat

    Sport · Analyse Gianni Infantino wollte den Weltfußball privatisieren — und scheiterte binnen einer Woche. Was das über die Struktur des Verbandes verrät, ist beunruhigender als der Deal selbst.

    8. August 2026

  60. Kommentar

    Trumps Zögern kostet Leben

    Kiew braucht Luftabwehr. Washington debattiert Lizenzbedingungen. Der Abstand zwischen diesen beiden Sätzen: 17 Tote am 5. August 2026.

    8. August 2026

  61. Analyse

    Hundert Milliarden Dollar zurück – und schon kommt die nächste Welle

    Handelspolitik · USA/Kanada · Analyse Die US-Regierung hat rund 100 Milliarden Dollar an Zöllen erstattet, die der Oberste Gerichtshof für unrechtmäßig erklärt hat. Wer das für eine Niederlage des Protektionismus hält, liest das falsche Dokument.

    8. August 2026

  62. Analyse

    Strategische Insolvenz: Das Pentagon sucht Ideen für seinen Iran-Krieg per E-Mail

    US-Politik · Analyse Das US-Zentralkommando hat Militäranalysten per E-Mail um „kreative und unkonventionelle Wege" gebeten, Druck auf den Iran auszuüben. Die Anfrage kostet 113,3 Milliarden Dollar nichts zu erklären.

    8. August 2026

  63. Kommentar

    Gerichtsfester Protektionismus ist keiner

    Siebenundzwanzig Wochen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das Trumps erste Zollwelle für rechtswidrig erklärte, liegen die nächsten Zölle auf dem Tisch — diesmal gegen 60 Länder, diesmal mit anderer Rechtsgrundlage, diesmal mit Zwangsarbeit als Begründung. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die erste Generation von Trumps Importzöllen im Februar 2026 für rechtswidrig erklärt: Die Notstandsbefugnisse des International Emergency Economic Powers Act, auf die Trump sich stützte, deckten eine solche Maßnahme nicht.

    8. August 2026

  64. Kommentar

    Washingtons Straflogik vergrößert das Loch, das sie stopfen soll

    Jordanien war für US-Strategen immer das ruhige Scharnier des Nahen Ostens. Jetzt fängt sein Militär iranische Raketen ab – fünf allein am Morgen des 30. Juli 2026 –, und CENTCOM spricht von einer „entschlossenen Reaktion" auf das, was Washington einen iranischen Überraschungsangriff nennt.

    8. August 2026

  65. Analyse

    Gemeinsame Yen-Stützung: Schutzreflex, kein Freundschaftsdienst

    Ende Juli 2026 kauften Washington und Tokio gemeinsam Yen – erstmals seit 1998 zur Stützung der Währung. Die Freundschaftsgeste hat einen nüchternen Preis: Ein dauerhaft schwacher Yen macht japanische Exporte billiger und US-amerikanische teurer, schadet der US-Importbilanz und treibt die Renditen amerikanischer Staatsanleihen.

    8. August 2026

  66. Kommentar

    Trumps „letzte Chance" ist eine Drohung, kein Angebot

    Am 7. August 2026 passierten acht Schiffe die Straße von Hormus. Vor dem Krieg waren es bis zu 140 Schiffspassagen pro Tag.

    8. August 2026

  67. Analyse

    Westliche Abschreckung auf Pump: Was der Iran-Krieg über die Munitionslage der USA verrät

    Fünf Monate Krieg, mehr als 13.000 angegriffene Ziele, 37,5 Milliarden Dollar verbrannte Kosten — und ein Pentagon, das intern um Nachschubgelder wirbt, während es öffentlich von „gewaltigen Mengen" Munition spricht.

    7. August 2026

  68. Analyse

    Ohne Botschafterin, mit Herbst-Frist: Wie Kiew seinen wichtigsten Draht nach Washington neu aufspannt

    Die Abberufung kommt in einem Moment, in dem sie maximalen Schaden anrichten kann. Selenskyj war noch keine zwei Wochen zuvor in Washington gewesen, hatte Patriots gefordert und war mit Zusagen zurückgeflogen.

    4. August 2026

  69. Analyse

    25 Bundesstaaten erklären Trumps Zollrunde für illegal

    Genau an dem Tag, an dem die neuen US-Importzölle in Kraft traten, reichten 25 Bundesstaaten Klage beim United States Court of International Trade in New York ein. Ihr Kernargument ist kurz: Was der Supreme Court dem Präsidenten im Februar verwehrt hat, darf er nicht durch eine neue Begründung zurückgewinnen.

    4. August 2026

  70. Analyse

    Wenn ein Tweet die Ölpreise bewegt

    3. August 2026

  71. Analyse

    37,5 Milliarden und die Meerenge steht still

    Ein Krieg, der am 28. Februar 2026 begann, hat die USA bis Mitte Juli 37,5 Milliarden Dollar gekostet – und das Pentagon fordert weitere 67,1 Milliarden . Gleichzeitig passierte am 23. Juli ein einziger Tanker die Straße von Hormus .

    1. August 2026

  72. Analyse

    Trumps Signale, Teherans Kalkül

    Warum eine Großmacht, die gleichzeitig bombardiert und verhandelt, den Krieg verlängert Seit dem 22. Juli 2026 kennt der Iran-Krieg eine neue Qualität: Erstmals aktivierte die iranische Flugabwehr über Teheran — Explosionen in der Hauptstadt, nicht mehr nur an der Peripherie. Tags darauf ließ Präsident Donald Trump über einen Berater ausrichten, er sei offen für ein rasches diplomatisches Ende. Beides geschah in derselben Woche. Beides ist Politik.

    31. Juli 2026

  73. Kommentar

    Riyads Koalition: Bündnis statt Schutzversprechen

    Saudi-Arabien lädt 43 Staaten ein, das Rote Meer selbst zu sichern. Das ist kein Hilferuf — das ist die Quittung.

    31. Juli 2026

  74. Analyse

    Burnhams Wette gegen Washington

    Andy Burnham ist seit dem 20. Juli 2026 Premierminister des Vereinigten Königreichs – und hat in Washington einen Erbschaftsstreit übernommen, den er nicht bestellt hat.

    30. Juli 2026

  75. Person

    Wollen und Wirken: Donald Trump

    Donald Trump regiert die Vereinigten Staaten seit dem 20. Januar 2025 als 47. Präsident . Diese Bilanz erfasst die zurückliegenden 30 Tage — einen Zeitraum, in dem sein Handeln vor allem durch eine handelspolitische Zäsur geprägt war.

    30. Juli 2026

  76. Kommentar

    Die Lizenz zur Beruhigung

    Eine Lizenz ist kein Raketenschild. Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj das Recht verliehen, Patriot-Abfangraketen herzustellen — ohne die Hersteller vorher zu fragen, ohne gesicherte Lieferketten, ohne Antwort auf die Frage, welche Komponenten in einem kriegsversehrten Land überhaupt gefertigt werden können. Was wie ein Durchbruch klingt, ist zunächst ein Dokument.

    30. Juli 2026

  77. Analyse

    Teherans Justizschlag gegen Washington: Was die Eskalation strategisch bedeutet

    Teheran hat Anklage gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erhoben und fordert die Todesstrafe. Gleichzeitig beziffert Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani über 42.000 betroffene zivile Einheiten und gibt an, 229 Orte im nationalen Stromnetz seien bei Angriffen beschädigt worden.

    29. Juli 2026

  78. Analyse

    Wenn Abfangen nicht schreckt

    Alle iranischen Raketen abgefangen, keine US-Soldaten verletzt — und trotzdem: Der Angriff vom 28. Juli 2026 hat stattgefunden. Die Frage, die die Sicherheitsarchitektur der Region beschäftigt, lautet nicht mehr, ob Raketenabwehr funktioniert. Sie lautet: Was folgt politisch aus einem Erfolg, der die Spannung nicht auflöst?

    29. Juli 2026

  79. Analyse

    Fünf Staaten, neun Fälle, eine Bruchstelle

    29. Juli 2026

  80. Analyse

    Tomahawk statt Truppenstärke: Wie Deutschland seine Abhängigkeit einzementiert

    Washingtons Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa zielt auf eine neue Lastenverteilung — Berlins Antwort darauf ist ein Rüstungskauf, der die Asymmetrie nicht abbaut, sondern vertieft.

    29. Juli 2026

  81. Analyse

    Die Kommerzialisierung der Heimat: Wie die FIFA das WM-Modell an Investoren verkauft

    Vier Milliarden Dollar, eine neue Tochtergesellschaft, ein Investmentfonds aus dem Umfeld des amerikanischen Establishments: Die FIFA hat in der letzten Juliwoche 2026 bekanntgegeben, was intern schon länger vorbereitet wurde. Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbands, plant, rund 20 Prozent der kommerziellen Rechte an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen.

    28. Juli 2026

  82. Analyse

    Omans regionaler Ausweg: Wie Teheran die Kontrolle über Hormus teilen soll

    Oman hat dem Iran einen Mechanismus vorgelegt, der Teherans jahrzehntelange Alleinverfügung über die Straße von Hormus beenden würde — nicht durch Sanktion oder Militär, sondern durch ein Konsortiumsmodell nach dem Vorbild der Malakka-Straße.

    28. Juli 2026

  83. Kommentar

    Die Illusion der fremden Vermittlung im Iran-Konflikt

    Der Iran repariert seine Raketenstellungen schneller, als Bombentrümmer abkühlen — Stunden, berichten Quellen aus dem Konfliktgebiet . Die Lavan-Raffinerie soll binnen zehn Tagen nach einer Angriffspause wieder angefahren sein .

    28. Juli 2026

  84. Analyse

    Die digitale Wagenburg: Wie die FIFA jede Kritik als Hass diffamiert

    Gianni Infantino feierte die WM 2026 auf Instagram als „die beste Show der Welt" – und erklärte jeden Widerspruch zu Verleumdung. Hinter dem Rundumschlag steckt ein Governance-Modell, das institutionelle Kritik strukturell abschirmt.

    28. Juli 2026

  85. Kommentar

    Die staatliche Lizenz zum Systemspiel

    Perpetual Futures auf Bitcoin sind in den USA jetzt reguliert zugelassen. Wer zahlt, wenn das schiefgeht, steht schon in den Daten.

    28. Juli 2026

  86. Kommentar

    Die Illusion der fremden Ordnung in den Trümmern von Gaza

    200 Soldaten aus Uganda und Marokko sollen in Rafah Sicherheit bringen — in einem Gebiet, über dessen Souveränität, Regierung und Zukunft keine Einigkeit besteht.

    27. Juli 2026

  87. Analyse

    Auftrag: USA vs. China: Wachstumsmodelle für Deutschlands Intelligenz

    Wer bestimmt, wo die nächste Generation von KI-Chips entsteht, bestimmt mit, wer die nächste Produktivitätswelle reitet. Die USA und China haben dafür entgegengesetzte Antworten gefunden: privates Kapital mit staatlichem Rückenwind hier, staatliche Planung mit privatem Kapital als Transmissionsriemen dort. Deutschland muss wählen, welche Mechanismen es importiert – und welche es ablehnt.

    25. Juli 2026

  88. Analyse

    Der doppelte Schock: Wie Ölpreise und Zölle den DAX belasten

    Brent-Rohöl kostete am 9. Juli 2026 noch 78,85 Dollar pro Barrel. Zwei Wochen später waren es zeitweise über 100 Dollar — ein Anstieg von mehr als 27 Prozent in vierzehn Tagen. Gleichzeitig verlor der S&P 500 Information Technology Index seit Anfang Juni rund 10 Prozent. Beide Bewegungen trafen die europäischen und asiatischen Exportmärkte nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

    25. Juli 2026

  89. Kommentar

    Die Illusion der Erpressung: Warum Washingtons Golf-Strategie versagt

    Militärische Gewalt gegen den Iran sollte die Meerenge sichern. Stattdessen fahren dort kaum noch Tanker.

    25. Juli 2026

  90. Analyse

    Der Zwangsarbeits-Vorwand: Wie Washington mit neuen Zöllen das internationale Handelsrecht umgeht

    Ein altes Gesetz trifft fast jeden US-Handelspartner auf der Welt – und löst die frühere Zollpolitik der Trump-Administration nahtlos ab.

    24. Juli 2026

  91. Analyse

    Das verengte Nadelöhr: Wie die Militäroperationen im Golf die maritime Logistik lahmlegen

    Am 23. Juli 2026 passierte genau ein Öltanker die Straße von Hormus.

    24. Juli 2026

  92. Analyse

    Die neue Verwundbarkeit globaler Energiekorridore

    Noch im Juni passierten täglich rund zwanzig Öltanker die Straße von Hormus. Jetzt sind es fünf. Die Differenz ist kein Randwert — sie beschreibt, wie schnell ein 34 Kilometer breiter Flaschenhals die Preislogik eines ganzen Kontinents verschieben kann.

    24. Juli 2026

  93. Kommentar

    Die selektive Härte westlicher Sanktionspolitik

    Brüssel sperrt 33 russische Banken aus dem Zahlungssystem aus. Washington schreibt Saudi-Arabien gleichzeitig einen 30-Jahres-Vertrag für Atomtechnologie — ohne die Bedingungen, die als Mindestnorm der Nichtverbreitung gelten. Der Westen betreibt zwei Regelwerke.

    24. Juli 2026

  94. Analyse

    Protektionismus unter Moralvorbehalt

    Washington führt Zölle von zehn bis zwölfeinhalb Prozent auf Waren aus rund 60 Ländern ein — offiziell zur Bekämpfung von Zwangsarbeit. Betroffen sind auch die EU und Australien, Länder mit eigenem Arbeitsrecht und eigenen Lieferkettenregeln. Der Mechanismus dahinter ist älter als die aktuelle Begründung.

    24. Juli 2026

  95. Analyse

    Die Zoll-Erpressung: Wie Washington den Generika-Markt bricht

    Indische Pharmaunternehmen decken knapp die Hälfte aller verschriebenen Generika in den USA ab — ein Markt, den die Trump-Regierung per Zollstufe in US-Produktion ummünzen will. Ab August 2028 sollen 100 Prozent Einfuhrzoll gelten, ein Jahr später 200 Prozent. Was als Reshoring-Strategie verkauft wird, trifft ein System, das sich über Jahrzehnte nicht ersetzen lässt.

    23. Juli 2026

  96. Kommentar

    Milliarden ohne Masterplan: Warum Washingtons Golf-Krieg in der Haushaltsfalle sitzt

    Das Pentagon führt Krieg gegen den Iran und gegen seinen eigenen Haushalt — und im zweiten Konflikt ist die Lage ernster. Pete Hegseth hat am 22. Juli 2026 öffentlich eingeräumt, was Washingtons Haushaltspolitik seit Wochen mühsam überspielt: Der Krieg gegen den Iran hat die USA bisher 37,5 Milliarden Dollar gekostet, und ohne weitere 67 Milliarden Dollar bis Ende September müssen Übungen gestrichen, Wartungsverträge ausgesetzt und Ausrüstung zurückgestellt werden.

    23. Juli 2026

  97. Analyse

    Washingtons Nukleardeal mit Saudi-Arabien: Ein kalkuliertes Risiko für die Weltordnung

    Washington hat Saudi-Arabien einen Weg zur eigenen Urananreicherung geöffnet – und damit eine Architektur unter Druck gesetzt, die seit den 1970er-Jahren verhindert hat, dass zivile Nuklearprogramme in den Golf kippen.

    23. Juli 2026

  98. Analyse

    Die Milliarden-Rechnung am Golf: Warum das Pentagon an seine Grenzen stößt

    Das Pentagon hat seit dem 28. Februar 2026 rund 37,5 Milliarden Dollar für den Krieg gegen den Iran ausgegeben – und die Rechnung läuft weiter.

    23. Juli 2026

  99. Analyse

    Washingtons Atompakt mit Riad: Kalkül ohne Kontrolle

    Die USA und Saudi-Arabien haben ein nukleares Kooperationsabkommen unterzeichnet, das amerikanischen Unternehmen den Aufbau saudischer Atominfrastruktur erlaubt — und Riad unter bestimmten Bedingungen die eigene Urananreicherung.

    23. Juli 2026

  100. Analyse

    Protektionismus als Dauerzustand: Wie Zölle globale Lieferketten brechen

    Drei Zölle, ein Rückzug, zwölf Milliarden Euro – und kein großer Krach, der den Wendepunkt markiert.

    22. Juli 2026

  101. Analyse

    Der Zollerpresser: Wie Washington den globalen Freihandel zerlegt

    Hockeyschläger, Wein, Zement, Möbel — und 50 Prozent Zoll obendrauf. Ab dem 19. August 2026 sollen kanadische Importe im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar mit dem höchsten Aufschlag belegt werden, den Washington gegen einen Nachbarn und Vertragspartner je angedroht hat.

    22. Juli 2026

  102. Analyse

    Trumps Zollkeule: Brasiliens Exporte im historischen Tief

    Der US-Markt ist für Brasilien im ersten Quartal 2026 so unwichtig geworden wie nie zuvor: 9,4 Prozent der Gesamtexporte – der niedrigste je gemessene Wert. Das war, bevor die 25-Prozent-Zölle überhaupt in Kraft traten.

    22. Juli 2026

  103. Analyse

    Festnahme Netanjahus: Völkerrechtlicher Prüfstein für Israel

    Seit November 2024 existiert ein IStGH-Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu – und er verpufft. Nicht weil er rechtlich schwach wäre, sondern weil die Staaten, die ihn vollstrecken müssten, schweigen, zögern oder offen sabotieren.

    21. Juli 2026

  104. Kommentar

    Trumps Schutzgebühr im Golf: Ein Spiel mit dem Welthandel

    Zum Schutzgeld-Trick im Persischen Golf — und was er wirklich kostet Vierzig deutsche Schiffe lagen Mitte Juli in der Region fest oder konnten die Straße von Hormus nicht passieren. Gleichzeitig ließ Donald Trump über Truth Social mitteilen, er wolle künftig eine Gebühr von 20 Prozent des Frachtwertes von jedem Schiff, das die Meerenge durchquert — als Beitrag zur Deckung der US-Sicherungskosten.

    21. Juli 2026

  105. Analyse

    Trump heizt Iran-Konflikt an – Europa zahlt den Preis

    Binnen 48 Stunden stieg der Brent-Preis am 13. Juli 2026 um knapp neun Prozent auf 82,75 Dollar, bis zum 15. Juli auf 86,45 Dollar — ein Aufschlag, für den Europa nicht mitgestimmt hat.

    21. Juli 2026

  106. Analyse

    Rauchschwaden über Nordamerika: Waldbrände als globale Gefahr für die Luftqualität

    Waldbrandrauch trägt Feinstaub über Tausende Kilometer. Was das für Lungen, Klima und internationale Koordination bedeutet — und warum sich die Saison 2026 wie eine neue Normalität anfühlt.

    21. Juli 2026

  107. Person

    Wollen und Wirken: JD Vance

    JD Vance, seit dem 20. Januar 2025 der 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten, steht im Mittelpunkt dieser Bilanz für die dreißig Tage bis zum 16. Juli 2026. Im Fokus stehen seine außenpolitischen Handlungen rund um das US-Iran-Abkommen, sein öffentliches Auftreten zu innenpolitischen Gesetzesvorhaben sowie eine Reihe von Kontroversen, die seinen Monat prägten.

    20. Juli 2026

  108. Kommentar

    WM-Skandal: Wenn Politik den Ball und die FIFA die Regeln bricht

    Die FIFA hat ein Regelwerk, das sie bei Bedarf biegt. Sie hat einen Präsidenten, der Telefonate von Staatsmännern entgegennimmt und daraufhin Sportentscheidungen trifft.

    20. Juli 2026

  109. Analyse

    KI-Kinderklage: Wer haftet für digitale Gefahren?

    Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier hat im Juni 2026 als erster US-Bundesstaat Klage gegen OpenAI und CEO Sam Altman eingereicht — 83 Seiten, die ein Unternehmen zum Haftungsfall erklären wollen, das seinen eigenen Nutzern empfiehlt, ChatGPT wie einen Freund zu behandeln.

    20. Juli 2026

  110. Analyse

    WM 2026: Zwischen Fankultur, Fake News und politischem Kalkül

    Die WM 2026 erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig — und nicht alle spielen sich auf dem Rasen ab. 72. Minute, Viertelfinale.

    20. Juli 2026

  111. Kommentar

    Militär und Männlichkeit: Trumps Testosteron-Pläne unter der Lupe

    Hegseths Testosteron-Programm ist kein medizinisches Screening. Es ist ein Glaubensbekenntnis.

    19. Juli 2026

  112. Analyse

    Nach Grahams Tod: Trumps Erbe und die Zukunft des US-Senats

    Lindsey Graham starb am 11. Juli 2026 an einer Aortendissektion — und hinterließ nicht nur eine Lücke im US-Senat, sondern einen Wettlauf, den Donald Trump mitentscheiden will, ohne seine Karten zu zeigen.

    16. Juli 2026

  113. Kommentar

    Iran-Krieg: Trumps riskantes Spiel treibt Energiepreise in die Höhe

    Brent klettert auf Einmonatshochs, die Straße von Hormus liegt halb blockiert, und Washington nennt das Strategie. Die geopolitische Risikoprämie, die seit Eskalationsbeginn auf jeden Barrel Rohöl aufgeschlagen wurde, ist beträchtlich.

    16. Juli 2026

  114. Analyse

    Trump schürt Iran-Krieg: Der Hormuz als Wahlkampf-Brennpunkt

    Der Krieg hat eine Grammatik, und Trump beherrscht sie als Erster.

    16. Juli 2026

  115. Kommentar

    US-Migrationspolitik: Tote in Haft – Ein Versagen vor aller Augen

    In Houston trägt Lorenzo Salgado Araujo seit 35 Jahren Steuern, zieht Kinder groß, baut Häuser. Am 7. Juli 2026 erschießt ihn ein ICE-Beamter während einer Fahrzeugkontrolle. Die Beamten tragen keine Bodycams. Die einzige Version der Ereignisse kommt von der Behörde, die den Schuss abgefeuert hat.

    15. Juli 2026

  116. Kommentar

    Trump im Teufelskreis: Nahost-Konflikt als Wahlkampf-Bühne?

    Wer Krieg macht, um Frieden zu verkaufen, endet meist mit beidem nicht.

    15. Juli 2026

  117. Analyse

    Iran-Krieg: Trumps Risiko im Hormuz und die globale Kettenreaktion

    Zwanzig Prozent des weltweiten Öls, zwölf Prozent des Flüssiggases und ein erheblicher Teil der Düngemittellieferungen passieren täglich eine Meerenge, die an ihrer engsten Stelle 34 Kilometer breit ist. Wer die Straße von Hormuz kontrolliert, hält einen Hebel an der Weltwirtschaft – und genau darum geht es im Juli 2026. Angefangen hat es, wie so viele Eskalationszyklen im Persischen Golf, mit Tankern.

    15. Juli 2026

  118. Analyse

    Pop-Hits, die bleiben: Die Kraft der Nostalgie und Generationen-Relevanz

    Bonnie Tyler, die Spice Girls, Victor Willis: Drei Fälle, eine Frage — was lässt Popmusik Jahrzehnte überdauern?

    14. Juli 2026

  119. Kommentar

    Trump 2026: Zwischen Fitness und Fragwürdigkeit

    Der Arzt heißt Sean Barbabella, er arbeitet im Walter-Reed-Militärkrankenhaus, und im Mai 2026 bescheinigte er dem amtierenden US-Präsidenten „ausgezeichnete Gesundheit". Das Attest ist zwei Seiten lang.

    14. Juli 2026

  120. Analyse

    Trumps Stellvertreterkrieg: Der Iran als neue globale Brandherd

    Washington hat den Iran in sieben Wochen wirtschaftlich stranguliert, militärisch getroffen und diplomatisch isoliert – und hält alle Fäden noch in der Hand.

    14. Juli 2026

  121. Kommentar

    Lindsey Graham: Ein Nachruf auf eine prägende Figur der US-Politik

    Lindsey Graham war das Widerspruchstier der amerikanischen Politik. Kein anderer Republikaner der letzten zwanzig Jahre verkörperte die Transformation seiner Partei so vollständig — und so unbequem ehrlich.

    13. Juli 2026

  122. Kommentar

    Deutschlands globale Rolle: Zwischen Ukraine-Hilfe und verpasster UN-Chance

    104 Stimmen, Platz drei, kein Sitz: Am 4. Juni 2026 stimmte die UN-Generalversammlung ab — und Deutschland blieb draußen, während Österreich (131 Stimmen) und Portugal (144) einzogen.

    13. Juli 2026

  123. Analyse

    Trumps Rechtssalat: US-Präsidentenwahlkampf und juristische Hürden

    Die US-amerikanische Demokratie hat schon viele Präsidenten erlebt, die mit dem Rechtsstaat in Konflikt gerieten. Keiner davon hat gleichzeitig Steuerbehörden verklagt, das Geburtsortprinzip per Dekret zu kippen versucht, die Wahlkommission aufgelöst, einen loyalen Fed-Chef installiert und Journalisten von Bundesstaatsanwälten vorladen lassen.

    13. Juli 2026

  124. Parteivergleich

    Trumps Wahlkampf: Rechtsstreitigkeiten und ihre Folgen für die US-Parteien

    Trumps Name hängt nicht mehr am Kennedy Center. Ein Bundesrichter hat im Mai 2026 entschieden, was das Gründungsgesetz des Zentrums vorsieht: Nur der Kongress kann die nach Präsident John F. Kennedy benannte Bundesinstitution umbenennen.

    12. Juli 2026

  125. Kommentar

    Deutschlands neue Rüstung: Zwischen NATO-Pflicht und dem Weg zum Militärstaat

    Deutschland kauft bis zu 400 Tomahawk-Marschflugkörper für schätzungsweise 1,15 Milliarden Euro — Waffen, deren Stationierung durch die USA unter Präsident Biden noch im Gespräch war und die Trump zunächst blockierte. Merz hat sie jetzt erworben. Das nennt sich Verteidigungspolitik.

    12. Juli 2026

  126. Kommentar

    Trumps Schatten über Amerikas Politik: Zwischen Wählertreue und Interessenkonflikten

    Eine Präsidentschaft, in der persönliche Bereicherung und politische Entscheidung nicht mehr auseinandergehalten werden können — das ist kein Versehen, sondern Methode.

    12. Juli 2026

  127. Kommentar

    Merz in London: Deutschlands Rolle zwischen Washington und Moskau

    Deutschland übernimmt Führung, wo Amerika abgetreten ist. Das klingt nach historischem Aufbruch. Es könnte auch das Protokoll einer Überforderung sein.

    12. Juli 2026

  128. Kommentar

    Trump's Machtspiele: Interessenkonflikte als Dauerzustand

    Trumps Interessenkonflikte sind kein Betriebsunfall — sie sind das System. Während Trump im Juni 2026 beim NATO-Gipfel Rüstungsdeals im Wert von drei Milliarden Dollar verkündete, wies sein Finanzoffenbarungsformular Aktien von Rüstungsunternehmen aus.

    12. Juli 2026

  129. Kommentar

    Trump und Teheran: Der Iran-Konflikt als globale Zeitbombe

    Ein Abkommen liegt auf dem Tisch. Beide Seiten treten darauf ein. Das ist keine Eskalation aus dem Nichts — das ist Methode.

    12. Juli 2026

  130. Analyse

    Londons Treffen: Deutschlands neue Rolle in einer unsicheren Welt

    Drei Staatschefs, ein Kriegspräsident, ein Londoner Abend: Als Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer am 7. Juni 2026 mit Wolodymyr Selenskyj zusammentrafen, war das Ziel nicht mehr nur Solidarität — es war Positionierung. Europa will am Tisch sitzen, wenn über Frieden verhandelt wird. Die Frage ist, ob es dafür Gewicht genug hat.

    12. Juli 2026

  131. Kommentar

    Trump im Wahlkampf: Wenn Golfpartien und Gerüchte die Politik überschatten

    Der 80. Geburtstag eines amtierenden US-Präsidenten ist eine Nachricht. Dass Donald Trump ihn nutzte, um auf Truth Social ein medizinisches Attest zu verbreiten — „PERFEKT“, Großbuchstaben, Ausrufezeichen — ist eine andere.

    12. Juli 2026

  132. Analyse

    Tylenol und Autismus: Eine Großstudie entlarvt weitverbreiteten Mythos

    Schwangere, die in Deutschland nach einem Schmerzmittel griffen, nahmen meist Paracetamol – das Mittel gilt seit Jahrzehnten als die sicherste Option. Seit September 2025 herrschte Unsicherheit: Donald Trump und sein Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. behaupteten öffentlich, Tylenol – der US-Markenname für Paracetamol – erhöhe das Autismusrisiko bei Kindern.

    11. Juli 2026

  133. Analyse

    Trump's Machtspiele: Interessenkonflikte bei Ernennungen und die Grenzen der Präsidentschaft

    Trumps zweite Präsidentschaft beschleunigt einen Trend, der schon in der ersten angelegt war: Schlüsselpositionen gehen an Vertraute, nicht an Fachleute. Was das für Märkte, Institutionen und die Kontrolle des Präsidenten bedeutet — und wo die rechtlichen Schranken tatsächlich greifen.

    11. Juli 2026

  134. Analyse

    Zwischen Trump und Teheran: Die unterschätzten Risiken im Persischen Golf

    Washington droht, Teheran hält durch — und im Persischen Golf entscheidet ein Meeresarm von 54 Kilometern Breite über den Ausgang des Konflikts.

    11. Juli 2026

  135. Analyse

    Trump, Iran und die Kunst der geostrategischen Drohung

    Sieben Kilometer auf der schmalsten Stelle, rund 21 Millionen Barrel Öl pro Tag — durch die Straße von Hormus fließt ein Fünftel des global gehandelten Rohöls. Seit Anfang Juli 2026 ist diese Meerenge wieder das, was sie strategisch immer war: ein Schalter, den Iran jederzeit umlegen kann.

    11. Juli 2026

  136. Kommentar

    US-Iran: Zwischen Atomdeal-Ruinen und Eskalationsgefahr am Golf

    Am 8. Juli 2026 kündigte der US-Präsident einen Waffenstillstand auf, den er drei Wochen zuvor als historischen Frieden gefeiert hatte. Zwischen Feuerpause und Feuerbefehl lagen 21 Tage. Wer so schnell zurück in den Krieg findet, hatte nie einen Frieden geschlossen, sondern eine Pressekonferenz abgehalten.

    10. Juli 2026

  137. Kommentar

    Das Feuer-Paradoxon: Warum unser Löschen die nächsten Katastrophen anheizt

    Deutschland schützt seine Wälder falsch. Nicht durch Nachlässigkeit — durch zu viel Gründlichkeit.

    9. Juli 2026

  138. Analyse

    Iran-Krieg: Trumps Zickzack-Kurs und die globale Ölpreis-Schraube

    Zwei Wochen nach der Blockade der Straße von Hormus steht Brent Anfang Juli 2026 tiefer als vor Beginn der US-iranischen Verhandlungen. Der Markt hat gelernt, die Rhetorik aus Washington zu lesen: Er reagiert nicht mehr auf jede Drohung, sondern nur noch auf das, was er für glaubwürdig hält.

    6. Juli 2026

  139. Kommentar

    Die Straße von Hormus: Trumps Krieg im Iran und die brüchige Hoffnung auf Frieden

    Der Ölpreis liegt wieder bei 92 Dollar, die Tanker fahren, das Weiße Haus feiert. Wer die Effizienz dieser Politik am eigenen Maßstab misst, findet ein Abkommen, das Teheran belohnt und die nächste Blockade schon vorprogrammiert.

    6. Juli 2026

  140. Analyse

    Trump am Jubiläum: Zwischen nationaler Identität und polarisierender Rhetorik

    Der Präsident, der die Nation als „von Gott gegründet" beschwört, sagte in derselben Woche einen Militärschlag ab, den er selbst angekündigt hatte. Wer verstehen will, wie Donald Trump die amerikanische Geschichte für sich in Anspruch nimmt, muss beide Auftritte nebeneinanderlegen — den Redner am Rednerpult und den Feldherrn, der zurückzieht. --- Am 4. Juli 2026 stand Donald Trump in Washington vor einer Kulisse, die für sich sprechen sollte: das 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung.

    5. Juli 2026

  141. Kommentar

    Atomabkommen: Trumps Iran-Kurs – Spiel der Täuschung statt Deeskalation?

    Am 3. Juli 2026 stand Donald Trump vor Kameras und erklärte, der Iran habe „so ziemlich allem zugestimmt, was wir brauchen". Am selben Tag ließen iranische Verhandler in Doha das Atomthema von der Tagesordnung nehmen.

    5. Juli 2026

  142. Kommentar

    250 Jahre USA: Zwischen Einigkeitsparole und Trump'scher Zerrissenheit

    Am 13. Juni 2026 verschwand der Name Donald Trumps von der Fassade des Kennedy Center. Fünf Worte, entfernt: „The Donald J. Trump and“.

    5. Juli 2026

  143. Kommentar

    Trump und die Krypto-Millionen: Wenn Wahlkampf auf Spekulation trifft

    Der Zahlentrick ist einfach. Wer im Januar 2025 zur Amtseinführung 10.000 Dollar in Trumps Meme-Coin $TRUMP steckte, hielt am 1. Juli 2026 noch rund 364 Dollar — ein Minus von über 96 Prozent, wie Newsweek vorrechnet.

    3. Juli 2026

  144. Analyse

    Trumps Krypto-Millionen: Einblicke in die Finanzen eines Präsidentschaftskandidaten

    Am 30. Juni 2026 reichte Donald Trump seine jährliche Finanzoffenlegung ein, und darin steht eine Zahl, die alles andere kleiner aussehen lässt: mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar aus Kryptogeschäften im Jahr 2025. Nicht aus Immobilien, mit denen sein Name groß wurde. Nicht aus Golfplätzen, Hotels, Lizenzverträgen.

    2. Juli 2026

  145. Kommentar

    Trumps Allmachtfantasien: Wenn Geopolitik zum persönlichen Rachefeldzug wird

    Als Trump seinen israelischen Amtskollegen im Juni 2026 am Telefon als „fucking crazy" beschimpfte und ihm nachrief, ohne ihn säße er im Gefängnis, war das keine Entgleisung. Es war die Methode.

    1. Juli 2026

  146. Kommentar

    Trump vs. EU: Digitalsteuer-Zölle gefährden globale Wirtschaftsordnung

    Geopolitik & Handel – Ein Steuerstreit um digitale Dienstleistungen lässt Washington mit 100 Prozent Zoll drohen. Das Missverhältnis ist kein Versehen. --- Frankreichs Digitalsteuer bringt dem Fiskus rund 785 Millionen Euro im Jahr – ein Bruchteil der globalen Umsätze der betroffenen Tech-Konzerne.

    1. Juli 2026

  147. Kommentar

    Trumps NATO-Schelte: Merz' Allianz gegen den US-Präsidenten auf dem Prüfstand

    104 Stimmen. Österreich bekam 131, Portugal 134. Die Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat am 3. Juni 2026 war kein knappes Ergebnis.

    1. Juli 2026

  148. Analyse

    Auftrag: Gründungsmotive des BSW im Lichte der AfD-Entwicklung

    Wer in den Gründungsdokumenten des Bündnis Sahra Wagenknecht nach dem Wort „faschistisch" sucht, sucht vergeblich. Im Aufruf vom Oktober 2023, mit dem Wagenknecht ihren Austritt aus der Linken und die kommende Parteigründung ankündigte, geht es um anderes: um eine Bundesregierung, die das Land „herunterwirtschafte", um eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand zerstöre, um eine „verfehlte" Sanktions- und Energiepolitik.

    1. Juli 2026

  149. Analyse

    Hormus-Spannungen: Wie Irans Öl und Omans Diplomatie die Weltwirtschaft beeinflussen

    Energie & Geopolitik – Am 28. Februar 2026 begann ein Krieg, der keine Woche später den Brent-Ölpreis auf 126 Dollar trieb. Vier Monate danach kostet das Barrel wieder 75,84 Dollar.

    26. Juni 2026

  150. Analyse

    Iran und die Straße von Hormus: Energiepreise, Diplomatie und globale Risiken

    Am 22. Juni 2026 passierten 55 Handelsschiffe die Straße von Hormus – 17 Millionen Barrel Öl in einer einzigen Tagesstatistik des US-Zentralkommandos. Drei Wochen zuvor war dieselbe Wasserstraße für den kommerziellen Tankerverkehr nahezu tot.

    26. Juni 2026

  151. Analyse

    US-Iran-Abkommen: Fragiler Frieden über Hormus und die globale Handelsordnung

    Brent-Rohöl fiel am 15. Juni 2026 um über vier Prozent auf 83,82 Dollar pro Barrel – der schnellste Preissturz seit Monaten. Auslöser war ein zwei Seiten dünnes Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran, das den Krieg am Persischen Golf beenden und die Straße von Hormus wieder öffnen soll.

    26. Juni 2026

  152. Analyse

    USA-Iran: Verhandlungen am Abgrund des Konflikts

    Seit dem 28. Februar 2026 führen die USA einen Krieg gegen den Iran, den eine Mehrheit der eigenen Bevölkerung ablehnt, den der Kongress einzuhegen versucht und den keine Seite mit einem klaren politischen Ziel verbindet. Die Waffenruhe vom 8. April hält nur auf dem Papier; am 10. und 11. Juni beschossen beide Seiten erneut Stellungen des jeweils anderen.

    26. Juni 2026

  153. Analyse

    Israel-Hisbollah: Die Eskalation im Nahen Osten

    Israelische Bodentruppen operieren seit Ende Mai 2026 nördlich des Litani-Flusses im Südlibanon — weit jenseits der Pufferzone, die das Waffenruhe-Abkommen vom 17. April vorsah. Die Hisbollah antwortet mit dem bislang größten koordinierten Drohnenangriff auf israelisches Gebiet.

    26. Juni 2026

  154. Parteivergleich

    Waffen für die Ukraine: Parteien zwischen Solidarität, Kriegsmüdigkeit und nationalen Interessen

    Während das US-Repräsentantenhaus am 5. Juni 2026 mit 226 zu 195 Stimmen ein neues Hilfspaket für die Ukraine verabschiedete – neun Milliarden Dollar in Hilfen und Krediten, flankiert von verschärften Russland-Sanktionen –, bleibt die entscheidende Frage für Berlin: Welche deutschen Parteien halten was sie versprechen? Das Raster, nach dem sich dieser Vergleich trägt, ist klar definiert: Programm meint Wahlprogramme, Bundestagsdrucksachen und förmliche Beschlüsse; populistische Geste meint öffentliche Inszenierung in Talkshows, Pressestatements und Wahlkampfauftritten; Umsetzungs-Spur meint Abstimmungsverhalten im Bundestag, tatsächlich genehmigte Lieferungen und Haushaltstitel.

    26. Juni 2026

  155. Analyse

    Trumps Name vom Kennedy Center entfernt: Symbolische Politik unter der Lupe

    Am frühen Morgen des 13. Juni 2026 montierten Arbeiter das Zusatzschild „The Donald J. Trump and" von der Fassade des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C. ab. Hinter dieser handwerklichen Tätigkeit steckte ein Gerichtsbeschluss, der weit über ein Namensschild hinausgeht: Richter Christopher Cooper am Bundesbezirksgericht des District of Columbia hatte am 29. Mai 2026 geurteilt, dass das von Trump eingesetzte Kuratorium seine Befugnisse überschritten hatte.

    26. Juni 2026

  156. Analyse

    Trump, Iran und die Wahl: Wie außenpolitische Krisen die US-Innenpolitik beeinflussen

    Donald Trump beendete am 26. Mai 2026 seinen dritten Gesundheitscheck in 13 Monaten im Walter Reed National Military Medical Center – diesmal begleitet von 22 Spezialisten. Leibarzt Dr. Sean Barbabella attestierte ihm „exzellente Gesundheit" und volle Diensttauglichkeit.

    26. Juni 2026

  157. Analyse

    US-Inflation und Iran-Deal: Wie Spritpreise die Weltwirtschaft neu justieren

    Militäroperationen der USA und Israels gegen den Iran haben seit Ende Februar 2026 den Ölpreis über die 100-Dollar-Marke getrieben. Die Folge: US-Inflation springt auf 4,2 Prozent, Europa erhöht die Zinsen, und Deutschland subventioniert Zapfsäulen für 1,6 Milliarden Euro – mit zweifelhaftem Ergebnis. --- Ende Februar 2026 begannen militärische Operationen der USA und Israels gegen den Iran.

    26. Juni 2026

  158. Kommentar

    Trump: Zwischen Populismus und prekärer Präsidentschaft

    Ein 80-jähriger Präsident, der die sensibelsten Augen und Ohren seines Landes einem Immobilien-Financier ohne einen Tag Geheimdienstpraxis anvertraut: Das ist kein Personalunfall. Es ist Programm.

    26. Juni 2026

  159. Parteivergleich

    US-Parlament gegen Trumps Iran-Kurs: Ein Parteienstreit um Krieg und Frieden

    Am 3. Juni 2026 stimmten vier republikanische Abgeordnete mit der geschlossenen demokratischen Fraktion für eine War-Powers-Resolution gegen Präsident Trumps Iran-Krieg. Die Abstimmung im Repräsentantenhaus offenbart einen Bruch, der tiefer reicht als die übliche Parteipolemik — er verläuft durch die Republikanische Partei selbst. --- Seit dem 28. Februar 2026 führen die USA gemeinsam mit Israel Krieg gegen den Iran.

    26. Juni 2026

  160. Analyse

    Hormus-Deal: Trumps neue Weltordnung und die Folgen für Energiepreise

    Am 14. Juni 2026 saß Marco Rubio auf der Südterrasse des Weißen Hauses und unterschrieb ein Memorandum of Understanding mit Dana White, dem Präsidenten der Ultimate Fighting Championship. Das Dokument begründete eine „Sportdiplomatie-Partnerschaft" zwischen dem US-Außenministerium und der weltgrößten MMA-Organisation.

    26. Juni 2026

  161. Analyse

    Trump als internationaler Brandbeschleuniger: Diplomatie, Desinformation und die Weltordnung

    Demokratie-Achse: Wie ein Präsident, der US-Gerichte per Gerüst überdeckt, gleichzeitig europäische Partner vor institutionelle Zerreißproben stellt. --- Am frühen Samstagmorgen des 13. Juni 2026 kletterten Arbeiter an das Kennedy Center in Washington, hinter Planen und Gerüsten verborgen, und schraubten fünf Buchstaben ab. Der Vorgang dauerte dreißig Minuten.

    25. Juni 2026

  162. Kommentar

    Trumps Rhetorik: Von der Pool-Panne zur globalen Desinformation

    Der Lincoln Memorial Reflecting Pool ist 618 Meter lang, 51 Meter breit und hatte zuletzt ein Problem: Er sah aus wie eine Erbsensuppe. Die Kosten für seine Renovierung waren von zwei auf 14 Millionen Dollar gestiegen; die Farbe blätterte ab, Algen blühten.

    25. Juni 2026

  163. Kommentar

    Fußball-Superstars: Mehr als nur Tore – Eine Analyse der Inszenierung von Helden

    Seit Beginn seiner Karriere hat Neymar Brasilien beschäftigt — auf dem Platz mit 79 Toren, daneben mit allem, was ein Mensch in dieser Menge an Schlagzeilen hineinstopfen kann. Jetzt, kurz vor seinem vierten WM-Auftritt, lacht der brasilianische Präsident Lula über ihn.

    24. Juni 2026

  164. Kommentar

    WM-Trikot als politisches Tauschobjekt: Wann hört der Sport auf, Politik zu sein?

    FIFA-Präsident Gianni Infantino verleiht Donald Trump einen eigens geschaffenen „Friedenspreis“. Und alle fragen: Hat der Sport ein Problem mit der Politik?

    23. Juni 2026

  165. Parteivergleich

    Kolumbiens Rechtsruck: Programmatik, Populismus und die Spur von Abelardo de la Espriella

    Abelardo de la Espriella gewann die kolumbianische Präsidentschaftsstichwahl vom 21. Juni 2026 mit 49,66 Prozent der Stimmen; Iván Cepeda kam auf 48,70 Prozent. Weniger als 250.000 Stimmen trennten die beiden Kandidaten bei einer Wahlbeteiligung von rund 55 Prozent.

    22. Juni 2026

  166. Analyse

    WM-Trikot als politisches Werkzeug: Wenn Merz Trump beschenkt und Politik die Sportbühne nutzt

    Évian-les-Bains, Tisch der G7, erste Arbeitssitzung: Friedrich Merz greift in eine Tasche und zieht ein weißes Fußballtrikot heraus. Rückennummer 47, Name „Trump".

    21. Juni 2026

  167. Kommentar

    Artemis 3: Wenn der Aufbruch zum Mond die Gleichheit vergisst

    Der erste Mensch auf dem Mond war ein Mann. Zweiundfünfzig Jahre später schickt NASA wieder vier Männer ins All – und nennt das einen Aufbruch.

    21. Juni 2026

  168. Kommentar

    WM-Bühne als Politik-Spektakel: Wenn Superstars und Staatschefs Inszenierung teilen

    Das Schönste am Fußball ist die Einfachheit: elf gegen elf, ein Tor gewinnt. Das Bemerkenswerteste an der WM 2026 ist, wie gründlich diese Einfachheit gerade demontiert wird.

    21. Juni 2026

  169. Analyse

    WM 2026: Wo Sport und Politik kollidieren

    Die WM 2026 hat noch nicht einmal die Gruppenphase hinter sich, und das Turnier hat seinen eigentigen Charakter längst offenbart: Es ist ein Brennglas für alles, was im Verhältnis zwischen Sport, Macht und Menschenrechten schiefläuft. Das 7:1 Deutschlands gegen Curacao zum Auftakt war gut für die Laune.

    21. Juni 2026

  170. Analyse

    Mondmission Artemis 3: Wenn der Fortschritt die Gleichheit ignoriert

    NASA-Administrator Jared Isaacman hat am 9. Juni 2026 die Besatzung der Artemis-3-Mission vorgestellt: Randy Bresnik (Kommandant), Luca Parmitano (Pilot, ESA), Andre Douglas und Frank Rubio (Missionsspezialisten). Vier Männer.

    21. Juni 2026

  171. Kommentar

    WM 2026: Deutschland zwischen Erwartungsdruck und politischer Inszenierung

    Ein DFB-Trikot mit der Nummer 47 und dem Namen „Trump" auf dem Rücken: Bundeskanzler Friedrich Merz brachte es zum G7-Gipfel nach Évian-les-Bains und überreichte es dem amerikanischen Präsidenten. Nicht als diplomatisches Signal, nicht als Kapitulation — sondern, so die offizielle Lesart, als freundliche Geste unter Gastgebern des Turniers.

    20. Juni 2026

  172. Kommentar

    WM-Trikot als G7-Diplomatie: Wenn Politik sich im Sport inszeniert

    Wenige Minuten vor einer Arbeitssitzung zur Ukraine überreichte Friedrich Merz dem 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten ein Deutschland-Trikot, Rückennummer 47, Name „Trump". Trump nahm es im Sitzen entgegen, lächelte, hielt es kurz in die Kameras.

    19. Juni 2026

  173. Kommentar

    Trumps Iran-Politik: Zwischen Eskalation und Verhandlungsdruck

    Der Krieg gegen den Iran hat Donald Trump einen Deal beschert, den er als Sieg verkauft. Das Rahmenabkommen, das am 19. Juni in Genf unterzeichnet werden soll, sieht die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor und einen Verhandlungsrahmen für weitere Gespräche.

    19. Juni 2026

  174. Kommentar

    Frieden im Iran-Konflikt: Vance's Wagnis birgt mehr Risiken als Chancen

    Der US-Vizepräsident JD Vance führt Gespräche über ein Nuklearabkommen mit dem Iran, während Russland zum dritten Mal eine Hyperschallrakete auf die Ukraine feuert. Wer glaubt, diese beiden Nachrichten hätten nichts miteinander zu tun, versteht die Lage des Jahres 2026 nicht.

    19. Juni 2026

  175. Kommentar

    WM 2026: Wenn Sport zur Bühne für Politik und Protest wird

    Ein Turnier mit 48 Nationen, 104 Spielen und einem Gastgeber, der den Sport längst zur Kulisse erklärt hat: Die Fußball-WM 2026 beginnt am 11. Juni – und die eigentliche Frage ist nicht, wer den Pokal gewinnt. Donald Trump wird gewinnen.

    18. Juni 2026

  176. Kommentar

    G7-Gipfel: Zwischen KI-Euphorie und globaler Instabilität – Europas Chance zur Handlungsfähigkeit

    Der G7-Gipfel in Évian hat geliefert, was Gipfel in der Regel liefern: ein Abschlusskommuniqué, Gipfelfazits im Superlativ und Fotos von sieben Menschen, die einander in die Augen schauen wie Menschen, die gleich etwas unterschreiben werden. Friedrich Merz sprach vom „Moment des strategischen Erwachens".

    18. Juni 2026

  177. Kommentar

    EU-Beitrittsverhandlungen: Ein kalkuliertes Risiko für Europas Stabilität

    Seit dem 15. Juni 2026 verhandelt die Europäische Union offiziell über den Beitritt der Ukraine und Moldaus. Der erste Cluster – „Grundlagen" – steht auf dem Programm: Rechtsstaatlichkeit, Justiz, Grundrechte.

    17. Juni 2026

  178. Analyse

    US-Zölle: Handelsspannungen und globale Neuordnung

    Die Trump-Administration hat Anfang Juni 2026 ein Zollregime auf den Weg gebracht, das den Freihandel der nächsten Jahrzehnte neu vermessen könnte. Das Werkzeug: Section 301 des Trade Act von 1974, ein Instrument, das ursprünglich für bilaterale Handelsstreitigkeiten gedacht war.

    17. Juni 2026

  179. Analyse

    KI-Ethik im Rampenlicht: Neue Modelle, Agenten und die Suche nach Kontrolle

    Drei Entwicklungen aus dem Frühjahr 2026 zeigen, dass der Abstand zwischen KI-Leistung und KI-Governance gerade in einem beunruhigenden Tempo wächst. Anthropics Modell Fable 5, am 9. Juni 2026 veröffentlicht und noch am selben Tag durch eine US-Exportkontrolldirektive für ausländische Nutzer gesperrt, ist der bislang schärfste Beleg dafür.

    16. Juni 2026

  180. Analyse

    WM 2026: Einreise-Chaos und politische Schatten über dem Turnier

    Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt mit einem Schiedsrichter, dem die USA trotz gültigem Visum die Einreise verweigern, mit Finaltickets, die auf dem Zweitmarkt für bis zu 600.000 Dollar angeboten werden, und mit einem FIFA-Präsidenten, dessen Rat an die Kritiker lautet: „chill and relax". Diese drei Elemente beschreiben weniger eine Pechsträhne als ein strukturelles Muster.

    15. Juni 2026

  181. Analyse

    WM 2026: Einreise-Chaos und Politisches Schachspiel überschatten Eröffnungsspiel

    Das Aztekenstadion hat zwei WM-Endspiele erlebt, und am 11. Juni 2026 trug es ein drittes Eröffnungsspiel aus – diesmal zwischen Mexiko und Südafrika. Doch bereits vor dem Anstoß stand fest: Die bemerkenswerteste Geschichte dieses Turnierauftakts schrieb nicht der Rasen, sondern der Flughafen Miami.

    15. Juni 2026

  182. Analyse

    Ukraine-Krieg: Friedensverhandlungen im Angesicht eskalierender Drohnenangriffe

    Wladimir Putin erklärte am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg Ende Juni 2026, er sehe „keinen Grund" für ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj – und er bezeichnete dessen offenen Brief als „unverschämt".

    15. Juni 2026

  183. Analyse

    Trump auf dem Stimmzettel: Aussagen und ihre globalen Folgen

    Donald Trump nannte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in einem Telefonat Anfang Juni 2026 „fucking crazy" – und bestätigte die Wortwahl anschließend öffentlich. Der Auslöser war konkret: Israel drohte mit Luftangriffen auf Ziele in Beirut, während die USA parallel mit dem Iran über ein Rahmenabkommen verhandelten.

    15. Juni 2026

  184. Analyse

    Trumps Iran-Drehbuch: Von Eskalation zur verhandelten Entspannung

    US-Präsident Donald Trump sagte am 11. Juni 2026 geplante Luftangriffe auf den Iran ab und verkündete, der Krieg sei praktisch beendet – während Teheran jede Einigung dementierte und die Straße von Hormus einen Tag zuvor zeitweise für gesperrt erklärt hatte. Zwischen diesen beiden Polen – militärischer Eskalation und diplomatischer Inszenierung – liegt eine Außenpolitik, deren innere Logik sich weniger aus strategischer Kohärenz erschließt als aus dem Rhythmus innenpolitischer Signalgebung.

    15. Juni 2026

  185. Analyse

    US-Iran Annäherung: Zwischen Abkommen und Eskalation im Nahen Osten

    Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte am 12. Juni 2026, ein „endgültiger, vereinbarter Text" zwischen Washington und Teheran liege vor. Die Unterzeichnung wird für den 14. Juni in Genf angedeutet.

    15. Juni 2026

  186. Kommentar

    Trumps Iran-Pläne: Geopolitischer Bluff oder gefährliche Drohung?

    Donald Trump will iranisches Öl. Er hat es gegenüber Fox News gesagt, auf Truth Social gepostet und in mindestens drei Varianten wiederholt: Die USA würden Kharg Island – die Insel, über die Iran fast seinen gesamten Rohölexport abwickelt – „in nicht allzu ferner Zukunft" einnehmen.

    15. Juni 2026

  187. Analyse

    Ukraine-Krieg: Eskalation, Verhandlungen und strategische Wendungen

    Im März 2026 hat die Ukraine Russland erstmals bei grenzüberschreitenden Drohnenangriffen überholt. Der Befund markiert nicht nur einen militärtechnischen Wendepunkt, sondern verschiebt die strategische Kalkulation auf dem Schlachtfeld, am Verhandlungstisch und in den innenpolitischen Machtgleichgewichten beider Hauptstädte. --- Im März 2026 schoss Russland 7.347 ukrainische Drohnen ab, während die Ukraine 6.462 russische Drohnen abfing — erstmals lag die Ukraine bei grenzüberschreitenden Angriffen vorn (SRF, 27.04.2026).

    11. Juni 2026

  188. Analyse

    Hinter den Kulissen: Warum Iran und Israel die Verhandlungen erschweren

    Die USA und der Iran verhandeln seit Wochen über ein Ende des seit April 2025 andauernden Krieges — doch am 5. Juni 2026 meldete Teheran erneut eine Aussetzung der Gespräche, während US-Präsident Donald Trump zeitgleich erklärte, die Verhandlungen liefen „mit hoher Geschwindigkeit" weiter (Deutschlandfunk). Dieser Widerspruch ist kein Kommunikationsfehler: Er spiegelt eine strukturelle Asymmetrie, die das Scheitern wahrscheinlicher macht als den Durchbruch.

    9. Juni 2026

  189. Analyse

    Globale Events als Bühne: Sport und geopolitische Konflikte

    Die 79. Filmfestspiele von Cannes endeten am 23. Mai 2026 mit der Goldenen Palme für Cristian Mungius „Fjord" — und mit einer Sicherheitspräsenz, die eher an einen G7-Gipfel erinnerte als an ein Filmfestival. Gleichzeitig bereitet sich die FIFA auf eine Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko vor, bei der ausländische Journalisten gewarnt werden, dass ihre Geräte und Social-Media-Konten an der US-Grenze durchsucht werden könnten.

    7. Juni 2026

  190. Analyse

    Iran-Konflikt: US-Debatte, Nahost-Waffenruhe und die Suche nach Deeskalation

    Seit dem 28. Februar 2026 führen die USA und Israel unter dem Codenamen „Operation Epic Fury" Krieg gegen den Iran — und vier Monate später laufen drei Handlungsstränge gegeneinander, die zusammen über Eskalation oder Deeskalation entscheiden: Der US-Kongress versucht, dem Präsidenten die Kriegsbefugnisse zu entziehen; Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran über ein Kriegsende; und Israel und der Libanon einigen sich in einer vierten Gesprächsrunde auf „Pilotzonen" zur Umsetzung einer Waffenruhe, die die Hisbollah aus dem Süden des Landes drängen soll. Die analytische Kernfrage ist, ob diese drei Stränge auf eine tatsächliche Entspannung hinwirken oder sich gegenseitig blockieren.

    4. Juni 2026

  191. Analyse

    Kolumbiens Stichwahl: Zwischen Progressiver Hoffnung und US-Einfluss

    Abelardo de la Espriella, ein Anwalt ohne jedes politische Amt in seiner Biografie, liegt nach dem ersten Wahlgang am 31. Mai 2026 mit 43,7 Prozent der Stimmen vor dem linken Senator Iván Cepeda, der 40,9 Prozent erreichte (bpb, Stand 1.6.2026). Am 21. Juni entscheiden rund 41 Millionen Wahlberechtigte in der Stichwahl, ob Kolumbien den progressiven Kurs von Präsident Gustavo Petro fortschreibt oder einen sicherheitspolitischen Gegenentwurf wählt, der sich explizit an Washington anlehnt.

    4. Juni 2026

  192. Kommentar

    US-Zollpolitik: Zwischen Handelsinteressen und geopolitischem Druck

    Die US-Administration setzt Zölle als geopolitische Waffe ein — doch die Munition trifft vor allem die eigene Wirtschaft. Ein Kommentar. --- 96 Prozent.

    4. Juni 2026

  193. Kommentar

    US-Wirtschaft zwischen China-Abhängigkeit und innenpolitischem Druck

    Die USA haben ihre Importzölle auf chinesische Waren seit 2018 auf über 55 Prozent hochgeschraubt, die höchsten Sätze seit rund 90 Jahren. Die realen US-Importe aus China brachen 2025 um 28 Prozent ein, der gemeinsame Anteil beider Länder am Welthandel fiel von 13 auf 6,4 Prozent.

    2. Juni 2026

  194. Kommentar

    Internationale Interventionen im Ukraine-Krieg: Zwischen Finanzierungsdilemma und sicherheitspolitischer Logik

    Die Drohne, die am 30. Mai 2026 ein Loch in die Wand der Turbinenhalle des Atomkraftwerks Saporischschja riss, traf nicht nur Beton — sie traf den Kern einer internationalen Ordnung, die ihre eigenen Instrumente nicht mehr finanziert, ihre eigenen Mandate nicht mehr durchsetzt und ihre eigenen Versprechen nicht mehr einlöst. Wer den Angriff auf Europas größtes Kernkraftwerk, die schleppende Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets an Kiew und den historischen Tiefstand der UN-Friedensmissionen als drei getrennte Probleme behandelt, verpasst den gemeinsamen Befund: Die internationale Gemeinschaft betreibt Sicherheitspolitik, deren Kosten sie nicht tragen will und deren Wirksamkeit sie nicht mehr prüft.

    2. Juni 2026

  195. Kommentar

    Habeck denkt die Demokratie vom Provisorium her – und trifft einen Nerv

    Robert Habeck sitzt seit einem Jahr nicht mehr am Kabinettstisch, sondern in einer Kopenhagener Forschungsvilla, und genau das macht seinen Auftritt im Berliner Admiralspalast so bemerkenswert produktiv. Im Spiegel-Spitzengespräch mit Markus Feldenkirchen liefert der ehemalige Vizekanzler keine Abrechnung und keine Bewerbungsrede, sondern etwas, das im deutschen Politikbetrieb selten geworden ist: eine strukturelle Diagnose, die über Personen hinausgeht und die eigene Rolle einschließt.

    2. Juni 2026

  196. Kommentar

    Amerikanische Unterhaltung im Wandel: Vom Late-Night-Tisch zur schwarzen Spinne

    Die meistgesehene Late-Night-Show der USA verliert nicht ihr Publikum, sondern ihren Sender: CBS stellte „The Late Show with Stephen Colbert" am 21. Mai 2026 ein, obwohl die letzte Folge 6,74 Millionen Zuschauer verzeichnete — die höchste Quote in Colberts elfjähriger Amtszeit. Die offizielle Begründung lautet „rein finanzielle Entscheidung".

    2. Juni 2026

  197. Kommentar

    NATO-Gipfel Ankara: Bündnis im Spannungsfeld zwischen globaler Sicherheit und nationalen Interessen

    Die NATO-Staaten werden am 7. Juli in Ankara ihr Bekenntnis zu fünf Prozent Verteidigungs-BIP bekräftigen, während die Zahl der UN-Blauhelme auf den niedrigsten Stand seit einem Vierteljahrhundert gefallen ist. Dieser Widerspruch ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer strategischen Entscheidung: Das Bündnis investiert in eigene Abschreckung und lässt die multilaterale Friedensarchitektur verdorren.

    1. Juni 2026

  198. Parteivergleich

    Straße von Hormus: USA, Iran und die UN – Ein Stellvertreterkampf der Rechtssysteme

    Seit dem 8. April 2026 gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus. Seitdem haben beide Seiten sie mehrfach gebrochen — durch Luftangriffe auf Drohnenstellungen, durch Festsetzung von Handelsschiffen, durch die Einrichtung einer iranischen De-facto-Mautstelle für durchfahrende Tanker.

    1. Juni 2026

  199. Parteivergleich

    Terrorismusbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit: Brasiliens Parteien im Dialog mit dem IStGH

    Senator Flávio Bolsonaro warb bei US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio persönlich dafür, Primeiro Comando da Capital (PCC) und Comando Vermelho (CV) als Terrororganisationen einzustufen. Am 29. Mai 2026 setzte das US-Außenministerium beide Gruppen auf die Liste der „Specially Designated Global Terrorists" (SDGTs) und kündigte ihre Klassifizierung als „Foreign Terrorist Organizations" (FTOs) zum 5. Juni 2026 an.

    1. Juni 2026

  200. Parteivergleich

    Politische Stimmen bei den NBA-Finals: Trump und die Knicks

    Die New York Knicks stehen erstmals seit 1999 in den NBA-Finals — und Donald Trump will als erster amtierender US-Präsident ein Finalspiel besuchen. Eingeladen hat ihn Knicks-Eigentümer James Dolan, der seit 2016 mindestens 425.000 US-Dollar an Trump-nahe Wahlkampfstrukturen überwiesen hat.

    1. Juni 2026

  201. Analyse

    Globale Krisen: Ebola, UN-Finanzierung und Militärkonflikte unter Druck

    Der Bundibugyo-Ebolavirus breitet sich seit Anfang 2026 im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus — in einer Region, in der die UN-Friedensmission MONUSCO gleichzeitig mit dem schwersten Finanzierungseinbruch seit ihrer Gründung operiert. Die Kollision von Epidemie, bewaffnetem Konflikt und schrumpfenden Mitteln macht den Ost-Kongo zum Stresstest für ein internationales Krisensystem, das an mehreren Stellen gleichzeitig versagt.

    1. Juni 2026

  202. Parteivergleich

    Demokratische Institutionen unter Druck: USA, Frankreich und die Folgen populistischer Politik

    Donald Trump ließ am 6. Januar 2021 seine Anhänger auf das Kapitol marschieren, fünf Menschen starben, über 140 Polizisten wurden verletzt — und die Republikanische Partei stimmte mehrheitlich gegen seine Amtsenthebung. In Frankreich bereitet sich der Rassemblement National auf die Präsidentschaftswahl 2027 vor, während seine Frontfrau Marine Le Pen nach einer Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern um ihr passives Wahlrecht kämpft.

    1. Juni 2026

  203. Analyse

    Iran-Abkommen 2026: US-Strafen vs. Irans Urananreicherung

    Der Iran lagert nach Schätzungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) mindestens 274,8 kg auf 60 Prozent angereichertes Uran — ein technischer Schritt von den 90 Prozent entfernt, die für einen Sprengkopf nötig wären. Gleichzeitig verhandelt Washington über ein Abkommen, das Teheran eine schriftliche Garantie abringen soll, keine Atomwaffen zu bauen.

    1. Juni 2026

  204. Kommentar

    Trump und der Iran: Ein Pokerspiel mit globalen Folgen

    Donald Trump bombardiert den Iran in die Verhandlungen und nennt das Ergebnis Diplomatie. Dieses Vorgehen untergräbt genau die Ordnung, die ein Atomabkommen schützen soll — und zieht China als Profiteur an den Tisch. --- Neunhundert Luftschläge in zwölf Stunden, eine getötete Staatsführung, eine blockierte Meerenge — und drei Monate später ein „Rahmenabkommen", das der US-Präsident als diplomatischen Triumph verkauft: Die Chronologie der US-iranischen Beziehungen im Jahr 2026 offenbart ein Muster, das nicht strategische Kohärenz zeigt, sondern strategische Inkohärenz zum Prinzip erhebt.

    1. Juni 2026

  205. Parteivergleich

    Iran-Atomabkommen und US-Diplomatie: Parteienpositionen im Stellvertreter-Konflikt

    Die USA und Iran verhandeln über ein Abkommen, das weit über das alte JCPOA hinausgeht. Wer fordert was, wer liefert was — und wo bleibt die Substanz hinter der Rhetorik?

    1. Juni 2026

  206. Kommentar

    Waffenruhe im Iran-Konflikt: Ein fragiler Frieden auf dem Prüfstand

    Seit dem 8. April 2026 gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran — und seit dem 8. April wird sie gebrochen. Am Wochenende des 31. Mai griffen US-Streitkräfte iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm an; der Iran beschoss im Gegenzug einen von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt.

    1. Juni 2026

  207. Kommentar

    Ikonen im Wandel: Von Marilyn Monroe zu Colbert – Was bleibt von unseren Vorbildern?

    Am 1. Juni 2026 wäre Marilyn Monroe hundert Jahre alt geworden — eine Frau, die 1955 ihre eigene Produktionsfirma gründete, um dem Studio-System zu entkommen, und die das FBI wegen ihrer pro-Castro-Sympathien und ihrer Nähe zu John F. Kennedy überwachen ließ. Sechzig Jahre nach ihrem Tod moderierte Stephen Colbert seine letzte „Late Show" auf CBS, nachdem Donald Trump ihn auf Truth Social als „erbärmliches Desaster" bezeichnet und öffentlich seine Absetzung gefordert hatte.

    1. Juni 2026

  208. Analyse

    Grenzen des Machbaren: Doping, ethische Spielräume und die Gefahr des Extremismus

    42 Athleten traten im Mai 2026 unter offener Substanzfreigabe gegeneinander an. Nur ein einziger Weltrekord fiel — und kein Verband erkennt ihn an.

    31. Mai 2026

  209. Analyse

    Trump's Zollpolitik: Wie Immigranten-Druck den US-Arbeitsmarkt verändert

    Seit Januar 2025 schrumpft die ausländische Erwerbsbevölkerung in den USA um rund 1,2 Millionen Personen — gleichzeitig verteuern Zölle von bis zu 25 Prozent auf Stahl, Aluminium und Automobile die Produktion in genau jenen Sektoren, die auf diese Arbeitskräfte angewiesen sind. Die beiden Säulen der Trump-Agenda — Zollprotektionismus und Migrationsrestriktion — werden als komplementäre Instrumente einer „America First"-Strategie präsentiert.

    31. Mai 2026

  210. Parteivergleich

    Frankreichs Linke und Rechte: Wahlkampf im Schatten Amerikas

    Jordan Bardella (Rassemblement National) liegt in Umfragen bei 34–35 Prozent im ersten Wahlgang, während sich hinter ihm ein fragmentiertes Feld aus Mitte-Kandidaten, Konservativen und einer zerstrittenen Linken sortiert — zehn Monate vor dem voraussichtlichen Wahltermin am 11. April 2027 hat Frankreich vier Lager und keinen klaren Herausforderer für die Stichwahl. Dieses Stück sortiert die Positionen der relevanten Parteien und Kandidaten entlang eines einzigen Sachthemas: der Frage, wie Frankreichs Souveränität gegen äußere Bedrohungen und innere Erosion verteidigt werden soll — also das Spannungsfeld zwischen nationaler Abschottung, europäischer Integration und institutioneller Resilienz.

    31. Mai 2026